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Woher kommt unser Essen?

Jedes Essen und Getränk auf Caltype mit Ort und Zeit, an dem es entstand, wer es zuerst machte, wenn man das weiß, und welche berühmten Geschichten nur Legenden sind.

Die Geschichten

Pizza MargheritaWer hat die Pizza erfunden?CroissantWer hat das Croissant erfunden?BurgerWer hat den Burger erfunden?Caesar SaladWer hat den Caesar Salad erfunden?NachosWer hat Nachos erfunden?Spaghetti CarbonaraWer hat Carbonara erfunden?TiramisuWer hat Tiramisu erfunden?SushiWer hat Sushi erfunden?RamenWer hat Ramen erfunden?PommesWer hat die Pommes erfunden?Schinken Käse SandwichWer hat das Sandwich erfunden?CappuccinoWer hat den Cappuccino erfunden?EspressoWer hat den Espresso erfunden?TeeWoher kommt Tee?SchokoladeWer hat die Schokolade erfunden?KetchupWer hat Ketchup erfunden?Gin TonicWer hat den Gin Tonic erfunden?ColaWer hat Cola erfunden?BagelWer hat den Bagel erfunden?BrezelWer hat die Brezel erfunden?Chicken Tikka MasalaWer hat Chicken Tikka Masala erfunden?CurrywurstWer hat die Currywurst erfunden?NutellaWer hat Nutella erfunden?Bubble TeaWer hat Bubble Tea erfunden?BierWer hat das Bier erfunden?WeinWer hat den Wein erfunden?Eggs BenedictWer hat Eggs Benedict erfunden?ChipsWer hat die Chips erfunden?DönerWer hat den Döner erfunden?ChampagnerWer hat den Champagner erfunden?

Açaí Bowl

Açaípalmen wachsen im Amazonas, und im brasilianischen Bundesstaat Pará isst man das violette Fruchtmark seit Langem als Alltagsessen, oft zu Fisch. Die süße gefrorene Bowl mit Banane wurde an Brasiliens Stränden und in Fitnessstudios beliebt, und man erzählt, dass die Jiu Jitsu Familie Gracie aus Rio dazu beitrug. Um 2000 begannen Firmen wie Sambazon, das Mark nach Hawaii und Kalifornien zu liefern.

Quelle: Wikipedia, Açaí na tigela

Alkoholfreies Bier

Dünnbier gibt es seit Jahrhunderten, doch alkoholfreies Bier, wie wir es kennen, kam in den USA auf. Während der Prohibition durften Getränke höchstens 0,5 % Alkohol haben, also brauten Brauereien Near Beer, um zu überleben. Anheuser Busch hatte Bevo schon 1916 eingeführt und in sechs Monaten über 2,2 Millionen Kisten verkauft. Als echtes Bier wieder leicht zu haben war, brach Near Beer ein.

Quelle: HISTORY, How Breweries Survived Prohibition

Americano

Die Geschichte geht so: Amerikanische Soldaten in Italien hätten im Zweiten Weltkrieg Espresso mit Wasser verdünnt, damit er wie der Filterkaffee von zu Hause schmeckt. Eine schöne Erzählung, doch das Oxford English Dictionary führt café americano auf das mittelamerikanische Spanisch der 1950er zurück, als Spottname für dünnen Kaffee, auf Englisch zuerst 1964 in einer Zeitung auf Jamaika gedruckt. Die Italiener übernahmen das Wort erst später.

Quelle: Wikipedia, Caffè americano (citing the Oxford English Dictionary)

Ananas

Die Ananas stammt aus dem tropischen Südamerika und wurde dort lange vor der Ankunft der Europäer angebaut. Kolumbus begegnete ihr 1493 auf Guadeloupe. Der Name Ananas kommt aus dem Tupi-Guarani Brasiliens, die Spanier nannten sie piña, nach dem Kiefernzapfen. Portugiesische Seeleute brachten sie nach St. Helena, Afrika und Indien, und um 1600 wuchs sie in fast allen Tropen.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, pineapple

Aperol Spritz

Aperol wurde 1919 von der Familie Barbieri in Padua erfunden, und der Name kommt von apero, dem französischen Umgangswort für Aperitif. Spritz kommt vom deutschen Wort für einen Spritzer. Ende des 20. Jahrhunderts gaben Strandbars an der venezianischen Küste Aperol in ihren Spritz, auf Eis im großen Weinglas, und das Getränk eroberte die Region und dann ganz Italien.

Quelle: The Oxford Companion to Spirits and Cocktails, Aperol

Apfel

Der Apfel stammt aus den wilden Obstwäldern des Tian Shan in Kasachstan, wo sein Vorfahr Malus sieversii bis heute wächst. Händler auf der Seidenstraße brachten die Frucht nach Osten und Westen, und unterwegs kreuzte sie sich mit wilden Holzäpfeln. Darum ist ein heutiger Apfel größtenteils kasachisch, mit einer ordentlichen Portion europäischem Holzapfel.

Quelle: Smithsonian Magazine, How the Silk Road Created the Modern Apple

Apfelstrudel

Der dünne Strudelteig kam wahrscheinlich während der Türkenkriege über Ungarn nach Wien. Das älteste bekannte Strudelrezept stammt aus dem Jahr 1696, aus einem handgeschriebenen Kochbuch in der Wienbibliothek im Rathaus, und überraschenderweise geht es nicht um Apfel, sondern um Milchrahm- und Rübenstrudel. Der Apfelstrudel wurde erst später der berühmteste.

Quelle: Wien Geschichte Wiki (City of Vienna), Strudel

Arme Ritter

Arme Ritter sind älter als Frankreich. Ein römisches Kochbuch, das Apicius zugeschrieben wird und etwa aus dem 4. Jahrhundert stammt, weichte schon Weißbrot in Milch und verquirltem Ei ein, briet es in Öl und übergoss es mit Honig. In Frankreich heißt das Gericht pain perdu, verlorenes Brot, wohl weil altes Brot verwertet wird. Der englische Name French Toast ist ab 1660 belegt, und warum es französisch heißt, weiß niemand genau.

Quelle: Smithsonian Magazine, There Are Many Names for French Toast

Avocado

Die Avocado stammt aus Mexiko und Mittelamerika, wo Menschen sie schon vor rund 10.000 Jahren aßen und vor etwa 5.000 Jahren anzubauen begannen, vielleicht zuerst im Tal von Tehuacán in Puebla. Der Name kommt vom aztekischen Wort āhuacatl, aus dem im Spanischen aguacate wurde. Guacamole geht auf ahuacamolli zurück, Avocadosoße.

Quelle: University of Southern California, Plants and People: Avocado

Avocado Toast

Avocado auf Brot ist älter als die Cafékultur. Ein Bericht aus Brisbane von 1891 erzählt, dass der Gouverneur von Queensland Avocado mit Pfeffer und Salz aufs Brot gestrichen aß, und eine kalifornische Zeitung druckte 1920 ein Rezept für zerdrückte Avocado auf warmem Toast. Das moderne Cafégericht wird meist dem Koch Bill Granger zugeschrieben, der es 1993 in seinem Café in Sydney auf die Karte setzte.

Quelle: TASTE, Who Really Invented Avocado Toast?

Babi Guling

Babi guling stammt aus dem hinduistischen Ritual auf Bali. Ein ganzes Spanferkel gehört zu den Opfergaben bei Tempelzeremonien und Festen wie Galungan, und nach dem Opfer wird es geteilt und als Segen gegessen. Guling heißt drehen, weil das Schwein über dem Feuer gedreht wird. Das Gericht blieb auf Bali, weil die Insel anders als der Großteil Indonesiens überwiegend hinduistisch ist.

Quelle: Journey (Politeknik Internasional Bali), The History of Babi Guling in the Tradition of Banten to Become a Typical Balinese Culinary

Bacon

Schweinefleisch zu salzen und zu räuchern ist eine alte Art, Fleisch haltbar zu machen, einen einzelnen Erfinder des Bacons gibt es also nicht. Das Wort kam Anfang des 14. Jahrhunderts über das altfranzösische bacon ins Englische, das auf ein altes germanisches Wort für Rückenfleisch zurückgeht, weil es aus Rücken und Seiten des Schweins geschnitten wurde. Die Redewendung bring home the bacon ist seit 1906 belegt, wohl zuerst im Boxerjargon.

Quelle: Online Etymology Dictionary, bacon

Bagel

Die erste schriftliche Erwähnung des Bagels stammt aus Krakau in Polen, aus dem Jahr 1610: Regeln der jüdischen Gemeinde, die festlegten, wie üppig ein Fest für einen neugeborenen Jungen sein durfte. Dass der Teig vor dem Backen gekocht wird, unterschied ihn von anderem Brot. Der Name kommt wohl vom jiddischen beigen, biegen. Die bekannte Geschichte über einen Wiener Bäcker von 1683 ist jünger als dieser Beleg.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Aish, Bagels: A Surprising Jewish History

Baguette

Wer das Baguette erfunden hat, weiß niemand. Lange Brote gab es in Frankreich schon viel früher, und 1839 brachte der österreichische Bäcker August Zang Dampföfen nach Paris, die für die knusprige Kruste sorgen. Das Wort Baguette, Stäbchen, wird erst seit 1920 für dieses Brot verwendet. Die Geschichte, dass Napoleon Brote wollte, die in Soldatentaschen passen, ist eine Legende ohne Belege.

Quelle: History Hit, French Baguette: How a Humble Stick of Bread Became a Cultural Icon

Baileys

Baileys wurde in London erfunden, nicht in Irland. 1973 mischten die Getränkeberater David Gluckman und Hugh Seymour-Davies für einen Auftrag von Gilbeys of Ireland Jameson Whiskey, Sahne und Trinkschokolade von Cadbury, und 1974 kam er als erster Irish Cream in den Handel. Der Name stammt vom Baileys Bistro, einem Restaurant unter ihrem Büro in Soho.

Quelle: VinePair, The Surprising History of Baileys Irish Cream

Baked Beans

Langsam im Topf gebackene Bohnen gehen auf die Küche der amerikanischen Ureinwohner zurück, und Bohnen mit Melasse brachten Boston den Spitznamen Beantown ein. Die Dosenvariante kam 1886 nach Großbritannien, als Henry J. Heinz Proben zu Fortnum & Mason in London brachte und das Geschäft sie kaufte und als Luxusware verkaufte. Mit der Zeit machte Heinz die Soße für den britischen Geschmack weniger süß.

Quelle: Wikipedia, Heinz Baked Beans

Bakso

Bakso kam mit chinesischen Köchen nach Indonesien. Der Name stammt wohl vom Hokkien bak so, etwa Hackfleisch, und die ersten Versionen waren aus Schweinefleisch. Als es sich unter der überwiegend muslimischen Bevölkerung verbreitete, wurde es ein Gericht aus Rind, Huhn oder Fisch, und manche Ernährungshistoriker meinen, auch die niederländische Kolonialküche habe das Fleischbällchen geprägt.

Quelle: SBS Indonesian, Discovering Chinese Indonesian heritage through food

Bananenbrot

Bananenbrot ist eine amerikanische Idee aus den frühen 1930er Jahren. In der Weltwirtschaftskrise wollte niemand eine braune Banane wegwerfen, und Backpulver und Natron waren gerade überall billig zu haben. Rezepte mit zerdrückter Banane standen bald in Kochbüchern von Pillsbury, Better Homes and Gardens und der United Fruit Company, einem großen Bananenimporteur.

Quelle: King Arthur Baking, A short history of banana bread

Banh Mi

Die Franzosen brachten das Baguette in der Kolonialzeit nach Vietnam, und banh mi heißt einfach Weizenbrot. Das Sandwich, wie wir es kennen, entstand nach 1954 in Saigon. Der Geschichte nach backte das kleine Banh Mi Hoa Ma ein kürzeres, billigeres Brot und steckte Aufschnitt und Gemüse hinein statt sie auf einem Teller zu servieren, um die Schlangen schneller abzuarbeiten. Vietnamesische Auswanderer trugen es nach dem Krieg in die Welt.

Quelle: Saigoneer, The Saga of the Banh Mi

Bao

Diese gefalteten Brötchen heißen Gua Bao, ein Snack, der aus Fujian in China nach Taiwan kam, wo das Original nur geschmorten Schweinebauch und Salat hatte. Taiwan ergänzte eingelegtes Senfgrün, Erdnusspulver und Koriander. Man nennt sie auch Tiger beißt Schwein, weil das Brötchen wie ein Maul aussieht, das sich um das Fleisch schließt. David Chang setzte sie um 2004 im Momofuku in New York auf die Karte und löste den Hype im Westen aus.

Quelle: Resy, Pork Buns Have Become an American Favorite. Why Can't We Acknowledge They're Taiwanese?

Beef Jerky

Fleischstreifen in Sonne und Wind zu trocknen ist älter als jede schriftliche Überlieferung, aber der Name kommt aus den Anden. Das Quechua Wort ch'arki bedeutete getrocknetes Fleisch, oft vom Lama. Die Spanier machten daraus charqui, das amerikanische Englisch um 1850 jerky. In den USA wurde Rind das übliche Fleisch dafür.

Quelle: Online Etymology Dictionary, jerky

Bibimbap

Bibimbap heißt auf Koreanisch gemischter Reis, und niemand weiß genau, wo es entstand. Eine Theorie sagt, Haushalte hätten zum Mondneujahr Reste vermischt, eine andere, es stamme von Speisen für Ahnenrituale, eine dritte, Bauern hätten es zur Ernte gegessen. Das erste bekannte Rezept, als Bubimbap, steht im Siuijeonseo, einem Kochbuch aus dem späten 19. Jahrhundert. Die Stadt Jeonju sieht sich als seine Heimat.

Quelle: National Geographic, Bibimbap

Big Mac

Den Big Mac erfand Jim Delligatti, der mehrere McDonald's-Filialen rund um Pittsburgh führte, und verkaufte ihn am 22. April 1967 zum ersten Mal in seinem Restaurant in Uniontown, Pennsylvania. Unter den Namen Aristocrat und Blue Ribbon Burger floppte er zunächst. McDonald's schreibt den Namen Big Mac Esther Glickstein Rose zu, einer 21-jährigen Sekretärin der Werbeabteilung, Delligattis Familie bestreitet das allerdings.

Quelle: Wikipedia, Big Mac

Birne

Die Birne stammt wahrscheinlich aus Europa und wird seit der Antike angebaut. Homers Odyssee, über 2.500 Jahre alt, beschreibt schon Birnbäume im Obstgarten von König Alkinoos. Als Europäer Kolonien in Amerika gründeten, brachten sie sofort Birnen mit, und spanische Missionare pflanzten sie in Mexiko und Kalifornien.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, pear

Biryani

Biryani ist persischen Ursprungs, und der Name geht auf das persische birinj biriyan zurück, gebratener Reis, weil der Reis in Ghee gebraten wird, bevor man ihn mit Fleisch und Gewürzen schichtet. In Indien wurde es zuerst im Dekkan im Süden erwähnt, was nahelegt, dass Händler es über das Meer brachten. Seitdem hat fast jede Region ihre eigene Version, und es reiste weiter nach Sri Lanka, Malaysia, Thailand und Oman.

Quelle: Britannica, Biryani

Blumenkohl

Blumenkohl wurde aus derselben Wildpflanze gezüchtet wie Kohl, wahrscheinlich im östlichen Mittelmeerraum. Arabische Botaniker des 12. und 13. Jahrhunderts nannten Zypern als Herkunft, und Westeuropa kaufte dort bis weit ins 16. Jahrhundert Blumenkohlsamen. Um 1490 kam er nach Italien, wo er cavolfiore heißt, Kohlblume.

Quelle: Wikipedia, Cauliflower

Bounty

Bounty wurde 1951 zum ersten Mal von Mars im englischen Slough hergestellt und in Großbritannien und Kanada verkauft. Forrest Mars Sr orientierte sich an Mounds, einem amerikanischen Kokosriegel von 1936, den es in Großbritannien nicht gab. 1989 versuchte Mars es mit Bounty in den USA, doch dort setzte er sich nie durch.

Quelle: Wikipedia, Bounty (chocolate bar)

Brathähnchen

Jedes Brathähnchen geht auf das Bankivahuhn aus Südostasien zurück. Eine Studie von 2022 verortet die ersten eindeutig domestizierten Hühner in Zentralthailand, etwa 1650 bis 1250 vor Christus, wohl von gelagertem Reis und Hirse in die Dörfer gelockt. Als Hühner nach Europa kamen, wurden sie anfangs offenbar eher verehrt als gegessen, denn Schlachtspuren an ihren Knochen tauchen erst Jahrhunderte später auf.

Quelle: PNAS, The biocultural origins and dispersal of domestic chickens (2022)

Bratwurst

Die Wurst ist eine der ältesten Arten, Fleisch haltbar zu machen, und wurde schon im alten Babylonien, in Griechenland und in Rom gegessen. Das englische Wort sausage stammt vom lateinischen salsus, gesalzen, denn das Salz hielt sie frisch. Später gaben viele europäische Städte ihren eigenen Sorten den Namen, etwa die Frankfurter aus Frankfurt und die Bologna aus Bologna.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, sausage

Brezel

Wer die erste Brezel geschlungen hat, weiß niemand genau. Eine beliebte Geschichte erzählt von einem mittelalterlichen Mönch, der Teigreste wie die zum Gebet verschränkten Arme eines Kindes formte, und der Name kommt wohl vom lateinischen Wort für Arm. Beweisen lässt sich das nicht, doch schon im 12. Jahrhundert war die Brezel in Süddeutschland Zeichen der Bäcker. Das Bad in Lauge für die glänzende Kruste ist typisch deutsch.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Smithsonian Magazine, Pretzels for Oktoberfest

Brie

Brie ist nach der Landschaft Brie östlich von Paris benannt, wo Brie de Meaux und Brie de Melun vom Bauernhof bis heute am meisten geschätzt werden. Der Legende nach probierte Karl der Große ihn um 774 in einer Abtei, und Diplomaten auf dem Wiener Kongress 1815 kürten ihn zum König der Käse. Beides wird oft erzählt, ist aber kaum zu belegen.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Brie

Brokkoli

Brokkoli stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum und Kleinasien und wird in Italien seit der Römerzeit angebaut. Der Name ist italienisch: broccoli ist der Plural von broccolo, Kohlspross, von brocco, Trieb. Nach England und Amerika kam er im 18. Jahrhundert, in den USA verbreitet wurde er aber erst, als italienische Einwanderer, die Brüder D'Arrigo, ihn in den 1920er-Jahren in Kalifornien anbauten.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, broccoli

Brownie

Der Legende nach entstand der Brownie 1893 im Palmer House Hotel in Chicago, als Bertha Palmer für die Weltausstellung einen kleinen Kuchen wollte, der in Lunchboxen passt. Belege aus diesem Jahr haben Historiker allerdings keine gefunden. Fannie Farmers Brownies von 1896 waren Melassekuchen ganz ohne Schokolade, und Rezepte für Schokoladenbrownies tauchen erst etwa zwischen 1899 und 1904 in amerikanischen Kochbüchern auf.

Quelle: Wikipedia, Chocolate brownie (citing The Oxford Encyclopedia of Food and Drink in America)

Bryndzové halušky

Halušky stammen von den Hirten in den slowakischen Bergen, die ein sättigendes Essen brauchten, das sich über dem Feuer kochen ließ. Den würzigen Schafskäse Bryndza brachten walachische Hirten mit, die sich zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert in den Karpaten niederließen. 1787 eröffnete Ján Vagač in Detva eine Bryndza Käserei und füllte den Käse in Fässer, damit er bis nach Wien und Budapest reisen konnte.

Quelle: Slow Food Foundation, Bryndza 1787

Bubble Tea

Bubble Tea stammt aus dem Taiwan der 1980er, und zwei Teehäuser streiten bis heute, wer zuerst da war. Chun Shui Tang in Taichung sagt, eine Mitarbeiterin habe 1988 süße Tapiokakugeln in eisgekühlten Milchtee gegeben. Hanlin Tea Room in Tainan sagt, sein Gründer habe die Idee schon 1986 gehabt, nachdem er auf einem Markt weiße Tapiokaperlen sah, daher auch der Name Perlen-Milchtee.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Taipei Times, The story of bubble tea (2018)

Burek

Burek stammt vom türkischen Börek, einer Familie gefüllter Schichtgebäcke, die Turkvölker aus Zentralasien nach Westen brachten. In den Küchen des osmanischen Hofes wurde es zur Delikatesse, und fünf Jahrhunderte osmanische Herrschaft verbreiteten es über den Balkan, wo heute jedes Land sein eigenes hat. Der Name geht wohl auf ein altes Turkwort zurück, doch Sprachforscher streiten noch darüber.

Quelle: History Today, A History of Börek

Burger

Niemand weiß, wer den ersten Burger gemacht hat. Der Name verweist auf die Hafenstadt Hamburg, und laut Britannica brachten deutsche Einwanderer Frikadelle und Sandwich im 19. Jahrhundert wahrscheinlich in die USA. Mehrere Amerikaner beanspruchen das Brötchen für sich, von Jahrmarktständen in Wisconsin und New York 1885 bis zu Louis Lassen, der 1900 in New Haven ein Rindfleischsandwich serviert haben soll.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Encyclopaedia Britannica, Hamburger

Burrito

Der Burrito stammt höchstwahrscheinlich aus Sonora im Norden Mexikos, einem Land von Weizen und Rindern, wo Weizentortillas und Rindfleisch üblich waren. Burrito heißt Eselchen, und das Wort stand schon 1895 in mexikanischen Wörterbüchern. Eine Theorie sagt, er sah aus wie die Bettrollen, die Reisende auf einen Esel schnallten, eine andere, dass Händler ihn aus Körben auf Eseln verkauften. Mexikanische Einwanderer brachten ihn in den 1930er Jahren nach Los Angeles.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Burrito

Butter

Butter gehört zu den ältesten Milchprodukten überhaupt. Sie taucht schon in den allerersten Schriftquellen Mesopotamiens auf, aus dem späten vierten Jahrtausend vor Christus, vor mehr als 5.000 Jahren, wo man sie mit Datteln in Süßspeisen aß und auch als Salbe benutzte. Das Wort geht auf das griechische boutyron zurück, das wohl Kuhkäse bedeutet, wobei das auch eine volkstümliche Deutung eines skythischen Wortes sein könnte.

Quelle: LMU Munich, Mesopotamian Oils project, Butter and Ghee

Caesar Salad

Benannt ist er nach einem Wirt, nicht nach einem römischen Kaiser. Der italienische Einwanderer Caesar Cardini führte ein Restaurant in Tijuana, Mexiko, wo Amerikaner während der Prohibition trinken gingen. Der Geschichte nach gingen ihm an einem vollen Feiertag 1924 die Vorräte aus, und er mischte am Tisch Romanasalat, Parmesan, Zitrone, Brotwürfel, Ei und Worcestersauce. Auch sein Bruder und einer seiner Köche gelten als mögliche Erfinder.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Encyclopaedia Britannica

Calamari

Rund ums Mittelmeer essen Menschen schon seit der Antike Tintenfisch. Der Name ist italienisch, der Plural von calamaro, und geht auf das mittellateinische calamarium zurück, ein Tintenfass oder Federkasten, von calamus, Schreibrohr. Das passt zum Kalmar mit seiner Tinte und seinem langen, spitz zulaufenden Körper. Im Englischen taucht das Wort für Tintenfisch als Essen erstmals 1826 auf.

Quelle: Merriam-Webster, calamari

Cappuccino

Der Name geht auf die Kapuziner zurück, einen 1529 gegründeten Orden, dessen braune Kutten eine lange spitze Kapuze hatten, italienisch cappuccio. Im Wien des 18. Jahrhunderts hieß Kaffee mit Schlagobers Kapuziner, weil seine Farbe den Kutten glich. Als sich Anfang des 20. Jahrhunderts in Italien die Espressomaschinen verbreiteten, wurde daraus Espresso mit Milch, und der Name blieb, auf Italienisch.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: USC Scribe, The history of cappuccino

Cashewkerne

Der Cashewbaum stammt aus dem Nordosten Brasiliens. Im späten 16. Jahrhundert brachten portugiesische Missionare ihn nach Ostafrika und Indien, wo er sich entlang der tief gelegenen Küsten ausbreitete. So wurde eine Nuss aus Südamerika zu einem festen Teil der indischen und ostafrikanischen Küche.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Cashew

Ćevapi

Der Name kommt vom osmanisch türkischen kebap, das mit dem Osmanischen Reich auf den Balkan kam. Das Wort ćevapi taucht in Dokumenten ab den 1850er Jahren auf, und Grillmeister aus Leskovac in Südserbien machten sie ab den 1860er Jahren in Belgrad berühmt. Die Sarajevo und Banja Luka Varianten entstanden später, im Jugoslawien der 1950er und 1960er, und wer sie wirklich erfunden hat, ist bis heute umstritten.

Quelle: Wikipedia, Ćevapi

Ceviche

Ceviche stammt von der Küste Perus, wo Fischervölker wie die Chincha rohen Fisch aßen. Die Spanier brachten Limetten und Zitronen mit, und in Zitrus marinierter Fisch wurde zum heutigen Gericht. Der Name kommt vielleicht vom arabischen sakbāj, in Essig gegartes Fleisch, der Wurzel von escabeche, oder von einem Quechua-Wort. 2023 nahm die UNESCO es ins immaterielle Kulturerbe auf.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Ceviche

Chai Latte

Chai ist einfach das Hindi Wort für Tee, abgeleitet vom chinesischen cha. Die meisten Inder tranken wenig Schwarztee, bis die Indian Tea Association ihn Anfang des 20. Jahrhunderts bewarb, und Straßenverkäufer streckten ihn mit Milch, Zucker und Gewürzen wie Ingwer und Kardamom. Der Chai Latte ist die amerikanische Café Version: Starbucks führte ihn 1998 ein, aus einem süßen Konzentrat.

Quelle: Wikipedia, Masala chai

Champagner

Champagner ist nach der Region im Nordosten Frankreichs benannt, in der er entsteht. Der Legende nach erfand der Mönch Dom Pérignon die Perlen, doch Historiker bezweifeln das: Ab 1668 wurde er in der Abtei Hautvillers für das Verschneiden von Weinen bekannt. Schaumwein wurde in der Region etwa zwischen 1670 und 1720 bewusst hergestellt, unterstützt von Korken, die 1685 in die Champagne kamen.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Comité Champagne, Champagne and its history

Cheeseburger

Der Cheeseburger wird meist Lionel Sternberger zugeschrieben, der mit 16 am Grill im Sandwichladen seines Vaters stand, The Rite Spot in Pasadena, Kalifornien. Der Geschichte nach legte er 1924 eine Scheibe Schmelzkäse auf einen brutzelnden Hamburger, und der kam auf die Karte. Andere Lokale in den USA erheben eigene Ansprüche, wer der Erste war, ist kaum zu beweisen.

Quelle: PBS SoCal, Were Cheeseburgers Invented in Pasadena?

Cheeseburger von McDonald's

Den Cheeseburger gibt es bei McDonald's seit 1948, als Richard und Maurice McDonald ihr Restaurant in San Bernardino, Kalifornien, mit neun Artikeln und ihrem schnellen Speedee Service System neu eröffneten. Ein Hamburger kostete 15 Cent, ein Cheeseburger 19. Wer zuerst Käse auf einen Burger legte, ist nicht sicher bekannt; mehrere amerikanische Köche der 1920er und 30er werden genannt.

Quelle: McDonald's, Our history

Chiasamen

Chia stammt aus Mexiko und Guatemala, der Name kommt vom Nahuatl Wort chian, ölig. Die Azteken bauten es neben Mais und Bohnen an, rösteten und mahlten es zu Mehl, und Krieger und Boten nahmen die Samen auf lange Wege mit. Nach der spanischen Eroberung wurde es von Weizen und Gerste verdrängt und kam erst in den 1990er Jahren als Nutzpflanze zurück.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, chia

Chicken McNuggets

Chicken McNuggets erfand René Arend, der erste Küchenchef von McDonald's, der aus Luxemburg stammte, und das Rezept war 1979 fertig. 1980 wurden sie in Knoxville, Tennessee, getestet und verkauften sich so schnell, dass McDonald's das Hähnchen ausging. Als der Nachschub geklärt war, gab es sie 1983 im ganzen Land.

Quelle: Wikipedia, Chicken McNuggets

Chicken Nuggets

1963 fand Robert C. Baker, Professor für Geflügelkunde an der Cornell University im Bundesstaat New York, heraus, wie gehacktes Hähnchen zusammenhält und die Panade Einfrieren und Frittieren übersteht. Er nannte es Chicken Stick. Baker ließ es nie patentieren und verdiente deshalb nichts, als McDonald's später eigene Chicken McNuggets herausbrachte.

Quelle: Smithsonian Magazine

Chicken Tikka Masala

Die meisten Berichte verorten die Entstehung in Großbritannien, nicht in Indien. Ali Ahmed Aslam vom Shish Mahal in Glasgow sagte, er habe es für einen Gast gekocht, dem sein Chicken Tikka zu trocken war, doch auch andere Köche in Großbritannien beanspruchen es, und die berühmte Dose Tomatensuppe aus der Geschichte wurde später als erfunden bezeichnet. 2001 nannte Außenminister Robin Cook es ein echtes britisches Nationalgericht.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Wikipedia, Chicken tikka masala

Chicken Wings

Buffalo Wings kamen 1964 zum ersten Mal auf den Tisch, in der Anchor Bar in Buffalo, New York, bei Teressa Bellissimo, die die Bar mit ihrem Mann Frank führte. Sie halbierte die Flügel, frittierte sie ohne Teig, schwenkte sie in scharfer Soße und servierte Sellerie und Blauschimmelkäse dazu. Die Familie erzählt zwei Versionen, eine falsche Lieferung oder ein Imbiss spät nachts für die Freunde ihres Sohnes, und der Koch John Young aus der Stadt sagte, er sei der Erste gewesen.

Quelle: Smithsonian Magazine, A Brief History of the Buffalo Chicken Wing

Chili con Carne

Der erste schriftliche Bericht stammt von 1826, als der englische Marineoffizier George Francis Lyon im Norden Mexikos getrocknetes Fleisch in Chilisoße aß. In San Antonio, Texas, verkauften Frauen, die man Chili Queens nannte, es billig, und ein San Antonio Chili Stand auf der Weltausstellung 1893 in Chicago machte es im übrigen Amerika bekannt. Texas erklärte es 1977 zum offiziellen Staatsgericht.

Quelle: Wikipedia, Chili con carne

Chips

Laut der bekannten Geschichte erfand der Koch George Crum die Chips 1853 im Moon's Lake House in Saratoga Springs, New York, um einen Gast zu ärgern, der seine Bratkartoffeln als zu dick zurückgehen ließ. Historiker zweifeln daran: Der englische Arzt William Kitchiner druckte schon 1817 ein Rezept für in Scheiben gebratene Kartoffeln. Crum half aber, sie bekannt zu machen, und in den USA verkaufte man sie als Saratoga Chips.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Smithsonian Magazine, The Curious History of the Potato Chip

Chorizo

Auf der Iberischen Halbinsel wurden schon vor den Römern Würste haltbar gemacht, aber die Chorizo, wie wir sie kennen, brauchte Pimentón. Paprikaschoten kamen im 16. Jahrhundert nach Kolumbus aus Amerika nach Spanien, und getrocknet und zu Paprikapulver gemahlen gaben sie der Chorizo ihre rote Farbe und ihren Geschmack.

Quelle: Chorizo Riojano PGI, history of chorizo

Churros

Woher Churros stammen, weiß niemand sicher. Eine beliebte Geschichte erzählt von spanischen Hirten, die in den Bergen Teig frittierten und ihn nach den gerillten Hörnern ihrer Churra-Schafe benannten, doch das ist eine Legende. Eine andere Theorie sagt, portugiesische Seefahrer hätten die Idee vom chinesischen Youtiao mitgebracht. Ernährungshistoriker sehen Churros meist als eines der gespritzten Fettgebäcke, die rund ums Mittelmeer seit Jahrhunderten gegessen werden.

Quelle: Food Republic, The Murky Origins Of Churros, From China To The Spanish Mountains

Cider

Cider in Großbritannien wird oft mit den Normannen von 1066 verbunden, ist aber älter. Die Kelten machten ihn wahrscheinlich aus Holzäpfeln, und unter den Römern begann der geordnete Apfelanbau, mit eingeführten Sorten neben den wilden. Ab dem 13. Jahrhundert kamen immer neue Apfelsorten aus der Normandie, zuerst vor allem in Devon gepflanzt, und sie prägten den englischen Cider.

Quelle: Herefordshire Through Time, Herefordshire Council

Club Sandwich

Genau weiß das niemand. Die älteste bekannte Erwähnung stammt von 1889 aus einer New Yorker Zeitung, die getoastetes Brot mit Truthahn oder Huhn und Schinken beschreibt, und mehrere frühe Quellen nennen den Koch des Union Club in Manhattan. Eine andere Geschichte verortet ihn 1894 im Saratoga Club House in Saratoga Springs. Ab 1899 stand er in den ganzen USA auf Speisekarten.

Quelle: Wikipedia, Club sandwich (History)

Cola

Das erste Glas Coca-Cola wurde am 8. Mai 1886 in Jacobs' Pharmacy in Atlanta ausgeschenkt, wohin Apotheker John Pemberton seinen neuen Sirup brachte. Ein Glas kostete fünf Cent, und im ersten Jahr wurden im Schnitt neun pro Tag verkauft. Sein Buchhalter Frank Robinson wählte den Namen, weil die zwei Cs in der Werbung gut aussehen würden, und schrieb ihn in dem geschwungenen Schriftzug, der noch heute auf der Dose steht.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: The Coca-Cola Company, The Birth of a Refreshing Idea

Cold Brew

In Kyoto wird seit Jahrhunderten kalter Tropfkaffee gemacht, und der Überlieferung nach brachten niederländische Händler die Idee im 17. Jahrhundert mit, was sich aber schwer belegen lässt. Der heutige Cold Brew geht auf Todd Simpson zurück, einen in Cornell ausgebildeten Chemieingenieur, der auf einer Reise durch Lateinamerika Kaffeekonzentrat probierte und 1964 sein Toddy System patentierte.

Quelle: Driftaway Coffee, The History of Cold Brew

Coleslaw

Der Name ist niederländisch: koolsla heißt Kohlsalat, von kool, Kohl, und sla, Salat. Niederländische Siedler in Nieuw Amsterdam, dem heutigen New York, brachten das Gericht mit, und das englische Wort coleslaw ist erstmals 1794 belegt. Amerikaner verstanden es oft als cold slaw, weil er kalt serviert wird.

Quelle: Merriam-Webster, coleslaw (etymology and first known use)

Corona

Corona stammt von der Cervecería Modelo in Mexiko-Stadt, einer Brauerei, die 1925 eröffnete und Corona in den Jahren danach herausbrachte, unter den ersten Brauern waren deutsche Einwanderer. Corona heißt auf Spanisch Krone, daher die Krone auf dem Etikett. Wer zuerst eine Limette in den Flaschenhals steckte, weiß niemand; es gibt viele Geschichten, bewiesen ist keine.

Quelle: Wikipedia, Grupo Modelo

Couscous

Couscous stammt aus Nordafrika und geht wahrscheinlich auf die Amazigh, auch Berber genannt, zurück, wann genau, weiß niemand. Grieß von Hand zu winzigen Körnchen zu rollen und zu dämpfen ist ein Können, das Algerien, Mauretanien, Marokko und Tunesien teilen. 2020 ließen die vier Länder es gemeinsam von der UNESCO als Kulturerbe anerkennen, ein seltener gemeinsamer Eintrag.

Quelle: UNESCO Intangible Cultural Heritage, Knowledge, know-how and practices pertaining to the production and consumption of couscous

Crêpe

Dünne Pfannkuchen isst man überall auf der Welt, doch die Crêpe gehört zur Bretagne im Nordwesten Frankreichs. Buchweizen, aus dem die bretonische Version gemacht wurde, kam dort im 15. Jahrhundert an, nicht mit den Kreuzzügen, wie oft erzählt wird. Das bretonische Wort für Crêpe steht schon in einem Wörterbuch von 1499, und Bretonen, die nach Paris zogen, machten Crêperien dort in den 1950er Jahren beliebt.

Quelle: Bécédia, Bretagne Culture Diversité: Did the Bretons invent the crêpe?

Croissant

Das Croissant begann als österreichisches Kipferl, ein Gebäck in Halbmondform, das es seit mindestens dem 13. Jahrhundert gibt. Um 1838 oder 1839 eröffnete August Zang, ein ehemaliger österreichischer Artillerieoffizier, in Paris eine Wiener Bäckerei. Französische Bäcker ahmten das Kipferl nach und nannten es nach dem Halbmond croissant. Die Geschichte von der Türkenbelagerung 1683 ist eine Legende.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Europeana, The history of the croissant

Croque Monsieur

Der Croque monsieur ist französisch, sein Name verbindet croquer, knuspern, mit monsieur, Herr. Oft heißt es, er sei 1910 zum ersten Mal in einem Café am Boulevard des Capucines in Paris serviert worden, doch das Datum ist schwer zu belegen. Proust verwendete den Namen 1918 in seinem Roman, und der Croque madame mit Spiegelei obendrauf kam um 1960 auf.

Quelle: Barry Popik, The Big Apple: Croque Monsieur (Croque Madame)

Currywurst

Die erste Currywurst verkaufte Herta Heuwer am 4. September 1949 an ihrem Stand in Charlottenburg, West-Berlin. Der Geschichte nach bekam sie Ketchup, vielleicht auch Worcestershiresauce, und Currypulver von britischen Soldaten, mischte beides mit weiteren Gewürzen und goss die Soße über eine gebratene Schweinswurst. 1959 ließ sie ihre Chillup-Soße patentieren, das genaue Rezept ist bis heute geheim.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: The Local Germany, Currywurst: a product of the British?

Datteln

Die Dattelpalme wird seit frühester Antike geschätzt und stammt wahrscheinlich aus dem heutigen Irak, dem alten Mesopotamien. Sie wurde zum Grundnahrungsmittel der Wüstenoasen in Nordafrika und im Nahen Osten. Die große Medjool kommt aus Marokko: Als 1927 eine Krankheit die Palmen dort bedrohte, schickte man elf Ableger nach Kalifornien, um die Sorte zu retten.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, date palm

Döner

Döner kommt vom türkischen dönmek, drehen, wegen des senkrechten Spießes. Im 19. Jahrhundert stellten osmanische Köche vom waagrechten auf den senkrechten Spieß um, und sowohl İskender Efendi aus Bursa als auch Hamdi Usta aus Kastamonu beanspruchten die Idee. Der Döner im Brot ist jünger: Der türkische Gastarbeiter Kadir Nurman gilt weithin als der Erste, der ihn 1972 in West-Berlin als Sandwich verkaufte, auch wenn andere das ebenfalls von sich sagen.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: National Geographic, What is Turkish doner kebab

Donut

Niederländische Siedler in New York backten Kugeln aus süßem Teig in Fett, olykoeks, also Ölkuchen, und Washington Irving beschrieb 1809 Doughnuts. Das Loch wird Hanson Gregory zugeschrieben, einem amerikanischen Seemann, der sagte, er habe in den 1840er Jahren die rohe Mitte mit dem Deckel einer Pfefferdose ausgestochen. Historiker halten das für eine Anekdote, doch durch das Loch garen große Donuts tatsächlich gleichmäßig.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Doughnut

Doritos

Doritos entstanden Anfang der 1960er in der Casa de Fritos, einem Restaurant im Disneyland in Kalifornien, wo übrige Tortillas geschnitten, frittiert und gewürzt wurden. Arch West, Marketingchef bei Frito-Lay, sah, wie gut sie liefen, und 1966 kamen Doritos in den ganzen USA in den Handel, als erste landesweite Tortillachips. Der Name spielt auf das spanische dorado an, golden.

Quelle: Wikipedia, Doritos

Drachenfrucht

Die Drachenfrucht wächst an einem Kletterkaktus aus Südmexiko und der Pazifikseite Mittelamerikas, wo sie pitaya oder pitahaya heißt. Die Franzosen sollen sie um 1860 nach Vietnam gebracht haben, und der vietnamesische Name thanh long, grüner Drache, ist wohl der Ursprung des Namens Drachenfrucht. Vietnam gehört heute zu den größten Exporteuren.

Quelle: Wikipedia, Pitaya

Dumplings

Teigtaschen sind in China uralt. Archäologen fanden in einem Grab in Shandong kleine dreieckige teigtaschenartige Speisen, etwa 2500 Jahre alt, und rund 20 Teigtaschen aus der Tang Dynastie aus den Astana Gräbern bei Turpan sehen den heutigen sehr ähnlich. Der Legende nach erfand sie der Arzt Zhang Zhongjing in der Han Dynastie und faltete sie wie Ohren gegen Erfrierungen, doch das ist Volkserzählung.

Quelle: China Confucius Foundation, China's history of dumplings

Eclair

Das Éclair entstand aus Brandteig und einem französischen Gebäck des 19. Jahrhunderts namens pain à la duchesse. Der berühmte Pariser Koch Antonin Carême, der für Napoleon und Zar Alexander kochte, soll es Anfang des 19. Jahrhunderts perfektioniert haben, belegen lässt sich das aber kaum. Um 1850 nannten es die Pariser éclair, französisch für Blitz, vielleicht weil es so schnell gegessen ist.

Quelle: AFAR, The Eclair Affair

Edamame

Sojabohnen wurden vor Jahrtausenden zuerst in China angebaut, und sie jung und grün zu essen, ist in China und Japan ein alter Brauch. Die älteste bekannte Erwähnung des Wortes Edamame stammt von 1275, aus einem Dankesbrief des buddhistischen Mönchs Nichiren an ein Gemeindemitglied, das ihm welche an den Tempel gebracht hatte. Der Name bedeutet Zweigbohnen, weil sie oft noch am Stängel verkauft wurden.

Quelle: SoyInfo Center, Chronology of Green Vegetable Soybeans and Edamame

Egg McMuffin

Den Egg McMuffin erfand Anfang 1971 Herb Peterson, der eine McDonald's-Filiale in Santa Barbara, Kalifornien, führte, als Eggs Benedict für die Hand. Abgepackte Hollandaise funktionierte nicht, also nahm er eine Scheibe Käse und Kanadischen Speck, das Ei in einem runden Ring gebraten. Patty Turner, Frau des Managers Fred Turner, schlug den Namen vor, 1975 gab es ihn landesweit.

Quelle: McDonald's, A brief and delicious history of the Egg McMuffin

Eggs Benedict

Eggs Benedict stammt aus dem New York des späten 19. Jahrhunderts, doch zwei Geschichten konkurrieren. Nach der einen erfand Koch Charles Ranhofer im Delmonico's das Gericht für Stammgäste namens LeGrand Benedict. Nach der anderen bestellte Börsenmakler Lemuel Benedict 1894 im Waldorf Toast, Speck, pochierte Eier und Hollandaise gegen seinen Kater. Welche stimmt, weiß niemand sicher.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Encyclopaedia Britannica, eggs Benedict

Eiklar

Eiweiß essen Menschen, seit sie Hühner halten, erfunden hat es also niemand. Der Fachname Albumen kommt vom lateinischen albus, weiß, und kam in den 1590er Jahren ins Englische, einfach als das Weiße vom Ei. Um 1800 bekam das Wort auch die Bedeutung des Proteins, das fast rein darin steckt, später Albumin geschrieben.

Quelle: Online Etymology Dictionary, albumen

Eis

Gekühlte Leckereien sind uralt: In China gab es schon vor etwa 4.000 Jahren eine Art gefrorenen Sirup, und die Perser tranken mit Schnee gekühlten Scherbet. Dass Marco Polo Eiscreme aus China nach Italien brachte, ist umstritten, viele Historiker halten es für einen Mythos. Eis mit Milch taucht in den 1690er Jahren in Neapel auf, in einem Buch von Antonio Latini, der für den spanischen Vizekönig kochte.

Quelle: National Geographic, How long has everyone screamed for ice cream?

Eistee

Oft heißt es, Eistee sei 1904 auf der Weltausstellung in St. Louis erfunden worden, wo Teehändler Richard Blechynden in einer Hitzewelle gekühlten Tee durch eisgekühlte Rohre ausschenkte. Das machte ihn in den USA berühmt, neu war er aber nicht: Ein Rezept für süßen Eistee stand schon 1879 in Housekeeping in Old Virginia von Marion Cabell Tyree.

Quelle: Georgia Public Broadcasting, Sweet Tea: History of the Nectar of the South

Empanada

Der genaue Ursprung ist unklar, aber die Empanada entwickelte sich wahrscheinlich aus gefüllten Teigtaschen aus dem Nahen Osten, die nach der muslimischen Eroberung der Iberischen Halbinsel nach Spanien kamen. Der Name kommt vom spanischen empanar, in Teig oder Brot hüllen. Spanische Kolonisten brachten sie nach Lateinamerika und auf die Philippinen, wo jedes Land seine eigene machte.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Empanada

Enchiladas

Die Maya auf Yucatán rollten schon lange vor der Ankunft der Spanier Tortillas um Füllungen und bedeckten sie mit Soße. 1519 sah der Konquistador Bernal Díaz del Castillo in Tenochtitlan, wie die Azteken in Chilisoße getauchte Tortillas aßen, ein Gericht namens chīllapīzzali, Chiliflöte. Der spanische Name kommt von enchilar, mit Chili würzen.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Enchilada

Energy Drink

Eines der ersten war Lipovitan D, das Taisho Pharmaceutical 1962 in Japan als Stärkungsmittel für Arbeiter herausbrachte, mit Taurin und B-Vitaminen. Der moderne Energydrink hob ab, als der Österreicher Dietrich Mateschitz das thailändische Getränk Krating Daeng anpasste und nach drei Jahren Arbeit am 1. April 1987 Red Bull in Österreich auf den Markt brachte.

Quelle: Encyclopaedia Britannica

Entenbrust

Fast alle Hausenten stammen von der wilden Stockente ab, die Menschen in China, Ägypten und Europa schon vor Tausenden von Jahren hielten. Die Moschusente ist eine eigene Art, gezähmt in Mittel- und Südamerika lange vor Kolumbus. 1873 wurden ein Peking-Erpel und drei Enten von China nach Long Island in New York verschifft und begründeten die amerikanische Entenzucht.

Quelle: University of Wisconsin Extension, The origin of ducks

Erbsen

Erbsen gehören zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt: Im Nahen Osten fand man Reste aus der späten Jungsteinzeit, und die Wildpflanze wächst rund ums Mittelmeer. Jahrhundertelang aß man sie vor allem getrocknet. Frische grüne Erbsen wurden ab 1660 am Hof Ludwigs XIV. zur Mode, und in den 1860er Jahren entschlüsselte der Mönch Gregor Mendel mit Erbsen die Regeln der Vererbung.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, pea

Erbsensuppe

Erbsen gehören zu den ältesten Kulturpflanzen, und im Nahen Osten wurden Reste aus der späten Jungsteinzeit gefunden. Getrocknete Erbsen hielten den ganzen Winter, also landeten sie seit Jahrtausenden in der Suppe: In einer Komödie des Aristophanes, 405 vor Christus in Athen geschrieben, ist der Held Herakles verrückt nach Erbsensuppe. Später lebten Seeleute von Trockenerbsen und Pökelfleisch, daher Erbsensuppe mit Schinken.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Pea

Erdbeeren

Die große Erdbeere, die wir heute essen, entstand im 18. Jahrhundert in Frankreich. 1714 brachte Amédée François Frézier, ein französischer Offizier, der spanische Festungen in Chile ausspionieren sollte, fünf Pflanzen der großen Chile-Erdbeere mit. In französischen Gärten kreuzte sie sich mit der Scharlach-Erdbeere aus Nordamerika, und 1766 erkannte der Botaniker Antoine Nicolas Duchesne, dass daraus eine neue Frucht entstanden war.

Quelle: University of Minnesota Fruit Research, A spy, a botanist and a strawberry

Erdnussbutter

Schon die Azteken und Inka mahlten geröstete Erdnüsse zu einer Paste. Das erste Patent auf Erdnussbutter bekam 1884 Marcellus Gilmore Edson aus Montreal, und Dr. John Harvey Kellogg, der mit den Cornflakes, ließ 1895 seine eigene Version als Eiweiß für Menschen schützen, die schlecht kauen konnten. George Washington Carver hat sie entgegen der beliebten Geschichte nicht erfunden.

Quelle: National Peanut Board, Who invented peanut butter

Espresso

1884 ließ Angelo Moriondo in Italien eine Dampfmaschine patentieren, die Kaffee in großen Mengen zubereitete. Luigi Bezzera baute dann eine, die Wasser in etwa 30 Sekunden durch das Pulver in eine einzelne Tasse drückte, und mit Desiderio Pavoni stellte er auf der Weltausstellung 1906 in Mailand den caffè espresso vor. Espresso heißt auf Italienisch schnell oder express.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Encyclopaedia Britannica

Espresso Martini

Der Espresso Martini stammt vom Londoner Barkeeper Dick Bradsell, um 1983 in der Soho Brasserie. Der Geschichte nach wollte ein Model einen Drink, der sie aufweckt, und die Kaffeemaschine stand direkt neben seiner Station. Er nannte ihn zuerst Vodka Espresso und servierte ihn auf Eis, die Version im Martiniglas kam erst Ende der 1990er Jahre.

Quelle: Difford's Guide, Espresso Martini

Fajitas

Fajitas entstanden in den 1930er Jahren auf den Ranches in Süd- und Westtexas, wo mexikanische Vaqueros das billige Skirt Steak als Teil ihres Lohns bekamen und über dem Lagerfeuer grillten. Der Name kommt von faja, spanisch für Gürtel oder Streifen, nach der Form des Stücks. 1969 betrieb Sonny Falcón den ersten bekannten Fajita-Taco-Stand, auf einem Fest im Städtchen Kyle in Texas.

Quelle: The Austin Chronicle, fajita history

Falafel

Falafel stammt sehr wahrscheinlich aus Ägypten, wo sie Ta'ameya heißt und aus Ackerbohnen gemacht wird, nur weiß niemand genau, seit wann. Eine beliebte Geschichte schreibt sie koptischen Christen in der Fastenzeit zu, doch die ersten schriftlichen Erwähnungen stammen erst aus dem 19. Jahrhundert. Von der Hafenstadt Alexandria aus verbreitete sie sich im Nahen Osten. Der Name ist der arabische Plural von filfil, Pfeffer.

Quelle: Wikipedia, Falafel

Feta

Feta kommt aus Griechenland, wo Hirten seit Jahrtausenden weißen Käse aus Schafs und Ziegenmilch in Salzlake einlegen. In Homers Odyssee macht der Zyklop Polyphem einen Schafskäse, wohl einen Vorläufer. Der Name ist jünger und stammt wahrscheinlich vom italienischen fetta, Scheibe. Seit 2002 darf in der EU nur Feta aus Teilen Griechenlands so heißen.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, feta

Fish and Chips

Gebratener Fisch kam mit jüdischen Einwanderern aus Spanien, Portugal und später Osteuropa nach Großbritannien, die ihn nach portugiesischer Art in Mehl wendeten und frittierten. Dickens erwähnt schon 1838 in Oliver Twist Bratfischläden. Fisch und Pommes wurden jahrelang getrennt verkauft, bis sie zusammenkamen, um 1860 bei Joseph Malin im Londoner East End und 1863 bei John Lees in Mossley, Lancashire.

Quelle: Wikipedia, Fish and chips

Flat White

Australien und Neuseeland beanspruchen den Flat White beide für sich. Eine Café Kritik in Sydney erwähnte ihn 1983, und Alan Preston setzte ihn 1985 fest auf die Karte der Moors Espresso Bar in Sydney. Wellington sagt, er sei 1989 in der Bar Bodega aus einem Cappuccino entstanden, der nicht schäumen wollte. Entschieden ist der Streit bis heute nicht.

Quelle: Wikipedia, Flat white

Fleischbällchen

2018 schrieb der offizielle Twitter-Account Schwedens, Köttbullar gingen auf ein Rezept zurück, das König Karl XII. Anfang des 18. Jahrhunderts aus dem Osmanischen Reich mitbrachte. Speisehistoriker widersprachen: Fleischbällchen namens frikadeller tauchen schon 1650 in schwedischen Texten auf, lange vor seinem Aufenthalt, und das Wort köttbullar erscheint um 1755. Fleischbällchen sind in vielen Ländern alt, einen Erfinder kann niemand nennen.

Quelle: The Local Sweden, food historian Richard Tellström on köttbullar

Frappuccino

Der Frappuccino stammt aus Boston, nicht aus Seattle. 1992 suchten die Coffee-Connection-Cafés von George Howell einen Sommerrenner, also mixte Marketingmanager Andrew Frank Kaffee, Zucker, Milch und Eis in einer Frozen-Yogurt-Maschine. Den Namen bildete er aus Frappe, dem Wort für Milchshake in Neuengland, und Cappuccino. Starbucks kaufte die Kette 1994 und brachte 1995 eine eigene Version heraus.

Quelle: Boston Magazine, The Story of the Frappuccino

Fried Chicken

Southern Fried Chicken entstand aus westafrikanischer Küche und vielleicht schottischen Siedlern, die lieber frittierten als im Ofen garten oder kochten, und versklavte Köchinnen und Köche perfektionierten es. Das erste amerikanische Rezept druckte Mary Randolph in den 1820er Jahren in The Virginia Housewife. Später verkauften Schwarze Frauen in Gordonsville, Virginia, Brathähnchen direkt vom Bahnsteig an Zugreisende.

Quelle: Smithsonian Magazine

Frischkäse

1872 begann William Lawrence, ein Molkereibetreiber in Chester im Staat New York, einen reichhaltigen, streichfähigen Käse mit extra Sahne herzustellen. Oft heißt es, das sei beim Versuch, französischen Neufchâtel zu machen, zufällig passiert, manche Foodhistoriker bezweifeln das. 1880 nannte ein Händler die Marke Philadelphia, nach einer Stadt mit gutem Ruf für Milchprodukte, obwohl er nie dort hergestellt wurde.

Quelle: Wikipedia, Philadelphia Cream Cheese

Frozen Yogurt

Frozen Yogurt wurde Anfang der 1970er Jahre in den USA erfunden. H.P. Hood, eine Molkerei in Neuengland, verkaufte ihn als Softeis unter dem Namen Frogurt, mit weniger Fett als Speiseeis. Vielen war er anfangs zu sauer, und erst süßere Rezepte und Ladenketten wie TCBY machten ihn in den 1980er Jahren zum Trend.

Quelle: International Frozen Yogurt Association, Industry FAQs

Frühlingsrollen

Frühlingsrollen entwickelten sich aus den dünnen Frühlingspfannkuchen, die man in China zum Frühlingsbeginn aß, gewickelt um frisches Gemüse, um die Jahreszeit zu begrüßen und auf eine gute Ernte zu hoffen. Mit der Zeit wurden sie gerollt und frittiert, und in der Qing Dynastie gehörten Frühlingsrollen zu den Dim Sum kaiserlicher Bankette. Der chinesische Name chun juan bedeutet einfach Frühlingsrolle.

Quelle: Visit Beijing, Beginning of Spring foods

Full English Breakfast

Im Mittelalter bestand das Frühstück meist aus Bier und Brot. Das große warme Frühstück entstand in georgianischer und viktorianischer Zeit auf den Landsitzen des Landadels, eine gemächliche Schau aus Eiern, Speck, Nieren und Kedgeree für die Gäste. Die neue Mittelschicht ahmte es nach, Fabrikarbeiter brauchten auch etwas Sättigendes, und in den 1950ern begann fast die Hälfte der britischen Erwachsenen den Tag mit einem Fry up.

Quelle: Historic UK, The Traditional English Breakfast

Gado Gado

Gado Gado stammt aus dem Westen Javas, am bekanntesten aus Jakarta, und begann wahrscheinlich als sundanesisches Gericht. Auf Betawi, der alten Sprache Jakartas, heißt digado, etwas ohne Reis essen, und Gado Gado wird oft als Mischmasch gedeutet. Wann es genau entstand, ist unbekannt: Die Theorien reichen von portugiesischen Siedlern im 18. Jahrhundert bis zu chinesischen Bewohnern, die den javanischen Salat Pecel abwandelten.

Quelle: Wikipedia, Gado gado

Garnelen

Menschen an der Küste essen Garnelen, seit sie fischen, einen Erfinder gibt es also nicht, aber der englische Name ist ein kleines Rätsel. Das Wort prawn taucht Anfang des 15. Jahrhunderts als prayne auf, und niemand weiß, woher es stammt, denn in keiner anderen Sprache wurde ein ähnliches Wort gefunden. Shrimp ist etwas älter, aus dem 14. Jahrhundert, und kommt wohl von einem alten Wort für etwas Dünnes.

Quelle: Online Etymology Dictionary, prawn

Gazpacho

Gazpacho begann in Andalusien als einfache Suppe aus Brot, eingeweicht mit Olivenöl, Essig, Knoblauch und Wasser, und ähnliche Suppen erwähnen schon griechische und römische Autoren. Der Name kommt wahrscheinlich von einem Wort für eingeweichtes Brot. Tomaten kamen erst im 16. Jahrhundert aus Amerika nach Spanien, also ist der rote Gazpacho von heute eine viel spätere Version des alten.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Gazpacho

Gebratener Reis

Gebratener Reis stammt aus China, wo kalter Reis vom Vortag mit Ei, Öl und Resten gebraten wurde, damit nichts verkam. Die älteste Erwähnung wird meist in die Sui-Dynastie gelegt, etwa 589 bis 618, in die Stadt Yangzhou, auch wenn die schriftlichen Belege dafür dünn sind. Gebratener Reis nach Yangzhou-Art ist bis heute eine der bekanntesten Varianten.

Quelle: Wikipedia, Fried rice

Gin Tonic

Im Britisch Indien des 19. Jahrhunderts nahmen Soldaten und Beamte Chinin gegen Malaria. Es war so bitter, dass sie es mit Sodawasser und Zucker mischten und dann mit ihrer Ginration. Tonic Water kam 1858 in den Handel, und die erste bekannte Erwähnung eines Gin Tonic, 1868 im Oriental Sporting Magazine, beschreibt ihn schon als Getränk beim Pferderennen. Heutiges Tonic enthält viel weniger Chinin.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Wikipedia, Gin and tonic

Glühwein

Wein wird schon sehr lange erhitzt und gewürzt. Die Römer würzten Wein bereits mit Honig und Gewürzen, und im mittelalterlichen Europa trank man Hippocras, einen süßen Würzwein mit Langpfeffer, Ingwer und Zimt, teils als Arznei. Der Name geht wohl auf den griechischen Arzt Hippokrates zurück. Glühwein heißt so, weil er glühend warm getrunken wird.

Quelle: Atlas Obscura, Gastro Obscura: Long Pepper (hippocras)

Gnocchi

Italiener machten Klößchen schon lange vor der Kartoffel, aus Mehl, Brot, Grieß oder sogar gemahlenen Mandeln. Kartoffelgnocchi wurden erst im 19. Jahrhundert üblich, als die Kartoffel aus Amerika gekommen war und Mehl für arme Familien teuer war. Der Name kommt wohl von nocchio, italienisch für einen Knoten im Holz, nach ihrer knubbeligen Form.

Quelle: Online Etymology Dictionary, gnocchi

Granatapfel

Der Granatapfel stammt aus dem Iran und seinen Nachbarländern. Er wird schon so lange angebaut, dass er sich lange vor der Neuzeit rund ums Mittelmeer und über die Arabische Halbinsel, Afghanistan und Indien verbreitet hatte. Heute wächst er auch in ganz Amerika, von den wärmeren Teilen der USA bis nach Chile.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Pomegranate

Granola

Granola begann als Granula, 1863 erfunden von dem Arzt James Caleb Jackson in seinem Kurhaus im Norden des Staates New York. Es war gebackenes Grahammehl in Brocken, so hart, dass man es über Nacht in Milch einweichen musste. Als John Harvey Kellogg ein ähnliches Müsli unter demselben Namen verkaufte, klagte Jackson, und Kellogg nannte seine Version Granola.

Quelle: Smithsonian Magazine, The First Breakfast Cereal Had to Be Soaked Overnight

Grapefruit

Die Grapefruit ist eine junge Frucht. Sie entstand im 18. Jahrhundert auf Barbados als natürliche Kreuzung aus Orange und Pomelo, und Pfarrer Griffith Hughes beschrieb sie 1750 zum ersten Mal, als man sie oft die verbotene Frucht nannte. Der Name Grapefruit kam später, wohl weil die kleinen grünen Früchte in Büscheln hängen, die ein wenig an Weintrauben erinnern.

Quelle: World Wide Words, Grapefruit

Griechischer Joghurt

Joghurt durch ein Tuch abtropfen zu lassen, damit er dick wird, hat in Griechenland eine lange Tradition. Der Name griechischer Joghurt setzte sich in Großbritannien durch, nachdem die griechische Molkerei FAGE, die seit Ende der 1920er Jahre abgetropften Joghurt herstellte, dort 1983 ihre Marke Total einführte. 2014 entschied ein britisches Gericht, dass Joghurt, der dort als griechisch verkauft wird, abgetropft, ohne Zusätze und in Griechenland hergestellt sein muss, daher steht auf anderen Bechern Greek style.

Quelle: Court of Appeal of England and Wales, FAGE UK v Chobani UK [2014] EWCA Civ 5 (The National Archives)

Griechischer Salat

Sein griechischer Name, horiatiki, bedeutet Dorfsalat, und er geht auf die einfachen Sommermahlzeiten der Bauern zurück: Tomate, Gurke, Zwiebel, Oliven und der Käse, den es gerade gab. Als festes Tavernengericht mit Feta obendrauf ist er überraschend jung, wahrscheinlich aus den 1960er oder frühen 1970er Jahren, als der Tourismus in Griechenland losging. Ältere Griechen hielten ihn anfangs für einen teuren Touristensalat.

Quelle: Aglaia Kremezi, Horiatiki, the peasant roots of Greek salad

Grilled Cheese

Überbackene Käsesandwiches sind älter, als man denkt: Das britische Mrs Beeton's Book of Household Management von 1861 hat schon eines mit Schwarzbrot, Butter und Cheshire-Käse, im Ofen geröstet. In den USA war während der Großen Depression eine offene Version namens cheese dream beliebt, und Köche der Navy servierten im Zweiten Weltkrieg Käsesandwiches.

Quelle: Wikipedia, Grilled cheese (History)

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind die jungen Hülsen der Gartenbohne, die in Mexiko und Peru seit Jahrtausenden angebaut wird. Nach Europa kamen Bohnen mit den Reisen des Kolumbus ab 1493. Lange hatten die Hülsen einen zähen Faden an der Seite, bis Calvin Keeney aus Le Roy im Staat New York 1894 die erste fadenlose Bohne züchtete.

Quelle: Wikipedia, Green bean

Grünes Thai Curry

Grünes Curry ist jünger, als die meisten denken. Thailändische Kochbücher aus den frühen 1890er Jahren beschreiben andere Currys, aber nicht dieses, und die erste bekannte Erwähnung steht in einem Buch von 1926, geschrieben unter dem Namen L Phaehtraarat. Der thailändische Name kaeng khiao wan heißt süßes grünes Curry, doch süß meint das sanfte, helle Grün, nicht den Geschmack.

Quelle: National Geographic, Thai green curry: revealing the spicy secrets of a culinary classic

Guacamole

Guacamole gehörte schon zur aztekischen Küche, als die Spanier im 16. Jahrhundert ankamen. Der Name kommt vom Nahuatl-Wort ahuacamolli, Avocadosoße. In Mexiko essen Menschen seit rund 9.000 Jahren Avocados, und das erste englische Rezept schrieb der Freibeuter William Dampier 1697 auf.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Guacamole

Guinness

Am 31. Dezember 1759 unterschrieb Arthur Guinness einen Pachtvertrag für eine stillgelegte Brauerei am St James's Gate in Dublin, über 9000 Jahre für 45 Pfund im Jahr. Üblich waren damals 21 oder 99 Jahre. Guinness hat das Gelände inzwischen gekauft, der Vertrag spielt also keine Rolle mehr, und das Original liegt unter Glas im Boden des Guinness Storehouse.

Quelle: Wikipedia, St. James's Gate

Gulasch

Gulasch begann bei den Rinderhirten der Großen Ungarischen Tiefebene, kleinen Gruppen von Männern, die Fleisch und Zwiebeln im Kessel über offenem Feuer kochten. Der Name kommt von gulyás, ungarisch für Rinderhirt, Gulasch ist also eigentlich Hirtenfleisch. Paprika kam gegen Ende des 18. Jahrhunderts dazu, und im 19. Jahrhundert zog das Gericht in die Stadtküchen ein und wurde zum Symbol Ungarns.

Quelle: Smithsonian Magazine, The Humble Beginnings of Goulash

Gummibärchen

Gummibärchen wurden 1922 in Bonn von Hans Riegel erfunden, der Haribo zwei Jahre zuvor in seiner Küche gegründet hatte. Der Name Haribo steht für HAns RIegel BOnn. Seine ersten Bären hießen Tanzbären, waren größer und schlanker als heute und sollen von den Tanzbären auf Jahrmärkten inspiriert gewesen sein. 1960 wurden sie in Goldbären umbenannt.

Quelle: Smithsonian Magazine, The colorful history of Haribo Goldbears

Gurke

Gurken stammen aus Südasien, von Indien bis zu den Ausläufern des Himalaya und Südwestchina, und werden seit mindestens 3.000 Jahren angebaut. Laut dem römischen Schriftsteller Plinius hatte Kaiser Tiberius jeden Tag Gurken auf dem Tisch, Sommer wie Winter, gezogen in Beeten unter Glimmerplatten, einer frühen Art Gewächshaus. In Amerika pflanzten Siedler in Jamestown sie schon 1609.

Quelle: Wikipedia, Cucumber (history, with cited sources including Pliny the Elder)

Gyros

Fleisch vom senkrechten Drehspieß wird einem Metzger aus dem 19. Jahrhundert zugeschrieben, İskender aus Bursa im Osmanischen Reich, dessen Döner Kebab sich in die Nachbarländer verbreitete. In Griechenland wurde daraus Gyros, was Drehung bedeutet, genau wie das türkische döner. Um 1970 war Gyros im Fladenbrot in Athen schon ganz normales Fast Food, ebenso in Chicago und New York.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, gyro

Hähnchen-Curry

Das Wort stammt von kari, das in südindischen Sprachen wie Tamil, Kannada und Malayalam für gewürzte Soßen und Gerichte stand. Portugiesische Händler machten daraus wahrscheinlich caril, und im Englischen gab es curry schon in den 1590er Jahren. Ein einzelnes Gericht namens Curry gab es in Indien nie, es ist ein Sammelbegriff von außen für viele sehr verschiedene Soßen.

Quelle: Online Etymology Dictionary

Hähnchenschenkel

Jeder Hähnchenschenkel geht auf Bankivahühner zurück, die vor rund 3500 Jahren in Südostasien begannen, von Reis- und Hirsefeldern zu leben. Die ältesten Funde stammen aus Ban Non Wat in Zentralthailand. Eine Studie von 2022 legt nahe, dass die ersten Hühner wohl gar nicht gegessen wurden: Manche wurden mit Menschen begraben, als wären sie etwas Besonderes. Den Mittelmeerraum erreichten sie vor etwa 2800 Jahren.

Quelle: Smithsonian Magazine, Researchers Pinpoint Date When Chickens Were First Domesticated

Halloumi

Halloumi ist der Käse Zyperns und wurde dort um 1554 erstmals von einem venezianischen Beamten erwähnt, der ihn calumi nannte. Ähnliche Käse gibt es im ganzen östlichen Mittelmeerraum, wo genau er entstand, ist umstritten. Der Name geht wohl über Arabisch und Koptisch auf ein altägyptisches Wort für Käse zurück. Seit 2021 schützt ihn die EU als zyprisch.

Quelle: Wikipedia, Halloumi

Heidelbeeren

Heidelbeeren in der heutigen Kulturform stammen aus Nordamerika, wo man sie jahrtausendelang wild sammelte. Der Anbau begann in New Jersey: der Botaniker Frederick Coville vom US-Landwirtschaftsministerium züchtete sie mit der Cranberry-Bäuerin Elizabeth White, die örtliche Pflücker die besten wilden Sträucher markieren ließ. 1916 kamen in Whitesbog die ersten Kulturheidelbeeren auf den Markt, als Anbaufrucht sind sie also erst rund hundert Jahre alt.

Quelle: New Jersey Agricultural Society, The beginning of blueberry farming: the story of Whitesbog

Heineken

Heineken begann am 15. Februar 1864, als der 22-jährige Gerard Adriaan Heineken De Hooiberg kaufte, den Heuhaufen, eine Amsterdamer Brauerei aus dem Jahr 1592. 1886 entwickelte Dr. Hartog Elion, ein Schüler von Louis Pasteur, im firmeneigenen Labor die Heineken A-Hefe, und diese Hefe steckt bis heute im Bier.

Quelle: Wikipedia, Gerard Adriaan Heineken

Heiße Schokolade

In Mesoamerika trank man schon vor mehr als 3000 Jahren Schokolade, angefangen bei den Olmeken. Die Maya tranken sie dick und schaumig, manchmal mit Chili, und den Azteken, die sie xocolatl nannten, waren Kakaobohnen mehr wert als Gold. Später süßten die Europäer sie mit Rohrzucker und Zimt und tranken sie in feinen Schokoladenhäusern in London und Amsterdam.

Quelle: HISTORY.com, History of Chocolate

Himbeeren

Wilde Himbeeren essen Menschen schon seit der Steinzeit. Der lateinische Name Rubus idaeus bedeutet Brombeerstrauch vom Ida, nach dem Berg Ida, wo die Frucht angeblich in Hülle und Fülle wuchs. Der römische Autor Palladius beschrieb Himbeeren im 4. Jahrhundert n. Chr. als angebaute Frucht, und das englische raspberry geht wohl auf raspise zurück, einen süßen rosafarbenen Wein.

Quelle: Royal Horticultural Society, Fascinating facts: raspberries

Honig

Menschen aßen Honig lange bevor jemand Bienen hielt. Eine Felsmalerei in den Cuevas de la Araña bei Bicorp in Ostspanien, wohl rund 8000 Jahre alt, zeigt eine Gestalt, die sich an Seilen festhält, um Honig aus einem wilden Bienennest zu holen. Es ist das älteste bekannte Bild vom Honigsammeln. Viel später hielten die alten Ägypter Bienen und nutzten Honig sogar beim Einbalsamieren.

Quelle: Wikipedia, Cuevas de la Araña

Hot Dog

Frankfurt und Wien beanspruchen beide die Wurst, daher die Namen Frankfurter und Wiener. Deutsche Einwanderer brachten sie in den 1860er Jahren nach New York, wo sie als Dackelwurst verkauft wurde, und der Name Hot Dog stand schon 1884 gedruckt. 1871 eröffnete der deutsche Einwanderer Charles Feltman einen Stand auf Coney Island, seitdem gehört der Hotdog zum Ausflug dazu.

Quelle: Encyclopaedia Britannica

Hühnersuppe

Die erste bekannte Erwähnung von Hühnersuppe als Heilmittel stammt aus China, um das 2. Jahrhundert vor Christus, wo sie als wärmende Yang-Speise galt. Im 12. Jahrhundert empfahl der jüdische Arzt Maimonides Hühnerbrühe gegen Fieber und Husten, was ihr den Spitznamen jüdisches Penicillin mit einbrachte. Studien zeigen seither, dass sie bei verstopfter Nase etwa so viel hilft wie jedes heiße Getränk.

Quelle: McGill University Office for Science and Society, Chicken soup

Hummus

Hummus heißt auf Arabisch einfach Kichererbse, kurz für hummus bi tahina, Kichererbsen mit Tahin. Das älteste bekannte Rezept für etwas Ähnliches steht in einem Kochbuch aus Kairo aus dem 13. Jahrhundert, allerdings ohne Tahin und ohne Knoblauch. Historiker vermuten, dass die heutige Version im 18. Jahrhundert in Damaskus entstand, und englische Wörterbücher führen das Wort erst seit den 1950er Jahren.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, hummus

Hüttenkäse

Weichen, frischen Quark macht man auf Bauernhöfen schon sehr lange, aber der Name cottage cheese ist zuerst 1831 belegt, in Philadelphia, wo man ihn auch smearcase nannte. Der Name kommt wahrscheinlich von den cottages, den kleinen Häusern, in denen Bauernfamilien ihn selbst machten, aus der Milch, die übrig blieb, wenn der Rahm zu Butter geworden war.

Quelle: Online Etymology Dictionary, cottage

Iced Latte

Einer der ersten kalten Kaffees ist der Mazagran aus Algerien. Der Überlieferung nach tranken französische Soldaten, die 1840 im Fort Mazagran belagert wurden, ihren Kaffee kalt mit Wasser, und Pariser Cafés servierten ihn danach in hohen Gläsern als café mazagran. Der Iced Latte mit Espresso und kalter Milch ist ein viel späteres Café-Getränk.

Quelle: Wikipedia, Mazagran (drink)

Joghurt

Wer den ersten Joghurt gemacht hat, weiß niemand. Wahrscheinlich wurde Milch vor Jahrtausenden in warmen Gefäßen von selbst sauer und dick, vermutlich irgendwo in Westasien, vielleicht in der heutigen Türkei. Das Wort kommt vom türkischen yoğurt, verwandt mit einem Verb für eindicken. 1905 fand der Bulgare Stamen Grigorov das Bakterium dahinter, das bis heute nach Bulgarien heißt.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, yogurt

Kabeljau

Kabeljau ernährt Europa seit über tausend Jahren. Kabeljauknochen aus Haithabu, einem Handelsplatz der Wikinger an der Ostsee, datiert zwischen 800 und 1066, stammen laut ihrer DNA aus den arktischen Gewässern vor den Lofoten in Nordnorwegen. Sie kamen als Stockfisch dorthin, an der kalten Luft getrockneter Kabeljau, und das macht ihn zu einer der frühesten Fernhandelswaren Europas.

Quelle: ScienceDaily, Viking cod bones reveal 1,000 year history of European fish trade (University of Cambridge, 2017)

Karotte

Die Möhre, die wir essen, wurde um das Jahr 1000 in Zentralasien aus der Wilden Möhre domestiziert, und die ersten waren lila oder gelb. Im 13. Jahrhundert baute man Möhren schon in China und Nordwesteuropa an. Orangefarbene Möhren kamen später, gezüchtet in Westeuropa, wobei niederländische Gärtner eine große Rolle spielten. Dass sie das zu Ehren Wilhelms von Oranien taten, wird gern erzählt, ist aber nicht belegt.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, carrot

Karottenkuchen

Karotten süßten Puddings, lange bevor Zucker billig war, und ein früher Karottenpudding ist aus dem Bagdad des 10. Jahrhunderts bekannt. Der Karottenkuchen, wie wir ihn kennen, entstand Ende der 1930er Jahre. Im Großbritannien des Krieges, als Zucker und Fett rationiert waren, warb das Ernährungsministerium für Karotten, und sein War Cookery Leaflet No. 4 vom Juli 1943 enthielt ein Rezept für Karottenkuchen.

Quelle: Tasting History with Max Miller, WWII Ration-Friendly Carrot Cake (Ministry of Food, War Cookery Leaflet No. 4, 1943)

Kartoffeln

Kartoffeln wurden vor über 7.000 Jahren mehrmals von indigenen Völkern der zentralen Anden domestiziert, und Bauern dort bauten Hunderte Sorten an. Spanische Eroberer brachten sie Ende des 16. Jahrhunderts nach Europa. Das deutsche Wort kommt vom italienischen tartufolo, Trüffel, das englische potato dagegen über das spanische patata von batata, einem karibischen Wort für die Süßkartoffel.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, potato

Kartoffelpüree

Kartoffeln wurden vor Jahrtausenden in den Anden von Peru und Nordwestbolivien domestiziert und kamen im 16. Jahrhundert mit spanischen Entdeckern nach Europa. Eines der frühesten geschriebenen Rezepte für Püree steht in Hannah Glasses englischem Kochbuch The Art of Cookery von 1747: Kartoffeln kochen, schälen und mit Milch, Salz und Butter stampfen. Wer die erste Kartoffel zerstampfte, weiß niemand.

Quelle: Mental Floss, A Brief History of Mashed Potatoes

Kartoffelsalat

Kartoffeln kamen im 16. Jahrhundert aus Südamerika nach Europa, und Kartoffelsalat entstand vor allem in Deutschland und Österreich. Das älteste bekannte Rezept steht in einem Werk von 1621 von Caspar Plautz, Abt des Stifts Seitenstetten in Österreich. Der Süden machte ihn warm mit Essig und Öl an, der Norden nahm Mayonnaise, und deutsche Auswanderer brachten beide Varianten nach Amerika.

Quelle: Wikipedia, Potato salad

Käse

Wer den ersten Käse gemacht hat, weiß niemand, aber der älteste handfeste Beleg ist rund 7.000 Jahre alt. In der Region Kujawien in Polen fanden Archäologen Tonsiebe voller winziger Löcher, und Spuren von Milchfett darin zeigten, dass damit Bruch abgeseiht wurde. Käse hatte damals einen klaren Vorteil: Er enthält viel weniger Laktose als Milch, und die meisten Erwachsenen vertrugen sie damals nicht.

Quelle: University of Bristol, first cheese making in Northern Europe (study in Nature, 2012)

Käsefondue

Das älteste bekannte Rezept für in Wein geschmolzenen Käse, in den man Brot tunkt, steht in einem Buch, das 1699 in Zürich gedruckt wurde, unter dem Titel Käss mit Wein zu kochen. Der Name kommt vom französischen fondre, schmelzen. Zum Schweizer Nationalgericht wurde Fondue vor allem durch die Schweizerische Käseunion, die es ab den 1930er Jahren bewarb, um mehr Käse zu verkaufen.

Quelle: Wikipedia, Fondue (cites the 1699 Zurich recipe and the Swiss Cheese Union)

Käsekuchen

Kuchen mit Käse gibt es schon seit dem alten Griechenland, und angeblich aßen Athleten sie bei den ersten Olympischen Spielen 776 vor Christus, was sich aber kaum belegen lässt. Auch die Römer backten Käse, Mehl und Ei zusammen, nach einem Rezept, das Cato der Ältere aufschrieb. Für den New York Cheesecake brauchte es Frischkäse, den der Milchbauer William Lawrence aus Chester, New York, 1872 erstmals herstellte, als er den französischen Neufchâtel nachmachen wollte.

Quelle: Wikipedia, Cheesecake

Kefir

Kefir stammt aus dem Kaukasus, wo Hirten seit Jahrhunderten Milch mit Kefirknollen vergären, kleinen Klümpchen aus Hefe und Bakterien. Der Name kommt wohl vom türkischen keyif, Vergnügen. Im 19. Jahrhundert galt er schon als Gesundheitsgetränk, und einer beliebten Geschichte nach brachte eine junge Molkereiangestellte Anfang des 20. Jahrhunderts die ersten Knollen nach Moskau.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Kefir

Ketchup

Ketchup war anfangs eine Fischsoße. Das Wort stammt wohl von einer eingelegten Fischlake aus Südchina und Südostasien, die europäische Seeleute im 17. Jahrhundert kennenlernten, und frühe englische Ketchups wurden aus Pilzen, Walnüssen oder Sardellen gemacht. Eines der ersten amerikanischen Rezepte mit Tomaten erschien 1812 in einem Buch des Arztes James Mease aus Philadelphia, der Tomaten Liebesäpfel nannte.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Smithsonian Magazine, The birth of non-alcoholic ketchup

Kichererbsen

Kichererbsen wurden vor rund 10.000 Jahren im heutigen Südosten der Türkei domestiziert, in dem kleinen Gebiet, in dem ihr wilder Vorfahr Cicer reticulatum bis heute wächst. Sie gehörten zur ersten Welle der Landwirtschaft im Fruchtbaren Halbmond, zusammen mit Weizen, Gerste, Linsen und Erbsen, und verbreiteten sich von dort nach Osten bis Indien und nach Westen rund ums Mittelmeer.

Quelle: PLoS ONE via PubMed Central, Genetic Relationship in Cicer Sp. (Hebrew University of Jerusalem)

Kimchi

Kimchi begann als Gemüse, das man für den Winter einsalzte. Die älteste koreanische Erwähnung steht in der Geschichte von Goryeo (918 bis 1392), mit Rettich, Wasserpetersilie, Schnittlauch und Bambussprossen. Chili kam erst um den Imjin-Krieg von 1592 nach Korea und brauchte rund 200 Jahre bis ins Kimchi. Chinakohl, heute die klassische Basis, wird erst seit dem frühen 20. Jahrhundert dafür angebaut.

Quelle: The Korea Herald, Centuries-old staple now enjoyed around the world

Kinder Bueno

Ferrero, das italienische Familienunternehmen aus Alba im Piemont, brachte Kinder Bueno 1990 auf den Markt. Der Name mischt zwei Sprachen: Kinder ist die Marke, die Ferrero seit 1968 nutzte, und bueno heißt auf Spanisch gut. Anders als die meisten Kinder-Süßigkeiten war er für Jugendliche und junge Erwachsene gedacht, nicht für kleine Kinder.

Quelle: Wikipedia, Kinder Bueno

Kirschen

Süßkirschen stammen aus dem Raum zwischen Kaspischem Meer und Balkan, und die besten frühen Sorten wuchsen in Pontos an der Schwarzmeerküste Anatoliens. Der römische Schriftsteller Plinius erzählt, der Feldherr Lucullus habe in den 70er-Jahren vor Christus Kirschbäume von dort nach Rom gebracht. Das Wort Kirsche geht auf das griechische kerasos zurück.

Quelle: Online Etymology Dictionary, cherry

KitKat

KitKat kam 1935 von Rowntree's aus York in England auf den Markt, unter dem schlichten Namen Rowntree's Chocolate Crisp, und hieß ab 1937 KitKat Chocolate Crisp. Der Name geht auf einen Londoner Literatur- und Politikklub um 1700 zurück, der sich in der Pastetenbäckerei von Christopher Catling traf, dessen Name zu Kit Cat verkürzt wurde. Seit dem Kauf von Rowntree's 1988 stellt Nestlé ihn her.

Quelle: Nestlé UK, KitKat turns 80

Kiwi

Die Kiwi kommt nicht aus Neuseeland, sondern aus China, wo sie mihoutao hieß, Makakenfrucht, weil Affen sie lieben. 1904 brachte Isabel Fraser, Schulleiterin in Wanganui, Samen aus dem Jangtsetal mit. In Neuseeland hieß sie chinesische Stachelbeere, bis Exporteure sie 1959 nach dem Nationalvogel Kiwifruit nannten, auch weil US-Zölle auf Melonen den Namen Melonette ausschlossen.

Quelle: Zespri, What's in a name: the Chinese gooseberry

Knoblauchbrot

Knoblauchbrot, wie du es kennst, ist italoamerikanisch. Sein Vorfahr ist Bruschetta, italienisches Röstbrot mit Knoblauch und Olivenöl, aber Olivenöl war in den USA Anfang des 20. Jahrhunderts schwer zu bekommen, also nahmen Einwanderer wahrscheinlich Butter. In den 1950er Jahren stand es auf Speisekarten in ganz Amerika, und in den 1970ern brachte Cole's aus Muskegon, Michigan, es tiefgekühlt in den Handel.

Quelle: Wikipedia, Garlic bread

Kochschinken

Eine Schweinekeule haltbar zu machen ist alt. Um 160 vor Christus erklärte der römische Schriftsteller Cato der Ältere, wie: die Schinken etwa zwölf Tage in Salz legen, zwei Tage in den Wind hängen, zwei Tage räuchern und dann mit Öl und Essig einreiben, damit weder Motten noch Würmer drangehen. Das englische Wort ham bedeutete zuerst die Kniekehle, vom altenglischen hamm.

Quelle: Cato the Elder, De Agri Cultura 162, LacusCurtius (University of Chicago)

Korean Fried Chicken

Die klebrige rote Version entstand 1980 in Daegu. In seinem kleinen Hähnchenladen probierte Yoon Jong-gye zuerst Kimchi-Würze und merkte dann, dass Maissirup und Chilipulver eine glänzende Sauce ergaben, die an der Kruste haftete: Yangnyeom-Chicken. Er erfand auch die eingelegten Rettichwürfel als Beilage. 1985 gründete er die Kette Mexicana, die auf rund 1.700 Filialen wuchs.

Quelle: Korea JoongAng Daily, Yoon Jong-gye, father of the Korean-style seasoned chicken, dies aged 74

Kroket

Die Kroket stammt von der französischen Krokette ab, die um 1700 in Kochbüchern des französischen Hofes auftaucht. In die Niederlande kam sie später, das erste niederländische Rezept ist von 1830. Lange war sie ein Gericht für Wohlhabende, bis Köche Fleischreste für das Ragout nahmen. Nach dem Zweiten Weltkrieg machten Imbisse wie Kwekkeboom und Van Dobben sie zum Alltagsessen.

Quelle: Kenniscentrum Immaterieel Erfgoed Nederland, Kroketten

Kürbiskerne

Kürbisse stammen aus Amerika, und ihre Kerne gehören zu den ältesten angebauten Lebensmitteln dort. In der Höhle Guilá Naquitz in Oaxaca, Mexiko, fanden Archäologen Samen von domestiziertem Cucurbita pepo, der Art, zu der auch Kürbisse gehören, rund 10.000 Jahre alt. Der Smithsonian Archäologe Bruce Smith bestätigte das Alter 1997, damit begann Ackerbau in Amerika so früh wie im Nahen Osten und in China.

Quelle: Archaeology Magazine (Archaeological Institute of America), Squash seeds from Guilá Naquitz

Lachs

Der meiste Lachs im Handel stammt heute aus Zucht, und die begann in Norwegen. Am 28. Mai 1970 setzten die Brüder Ove und Sivert Grøntvedt auf der Insel Hitra junge Lachse in ein schwimmendes, offenes Netzgehege im Meer. Daraus wurde die erste erfolgreiche Generation gezüchteter Atlantischer Lachse, und Norwegen ist bis heute der größte Erzeuger, mit mehr als der Hälfte des weltweiten Zuchtlachses.

Quelle: Norwegian Seafood Council, Celebrating 50 years of modern aquaculture

Lammkoteletts

Lamm kommt vom Schaf, einem der ersten Tiere, die Menschen überhaupt hielten. Vor mehr als 10.000 Jahren zähmten Menschen im Fruchtbaren Halbmond, dem Bogen von der heutigen Türkei und Syrien bis Irak und Iran, das wilde Mufflon, zuerst für Fleisch, Milch und Felle. Wollschafe kamen erst später, um 6000 v. Chr.

Quelle: Wikipedia, Domestication of the sheep

Langos

Lángos hat seinen Namen von láng, dem ungarischen Wort für Flamme. Früher formte man es aus den letzten Resten Brotteig und buk es direkt an der offenen Flamme des Steinofens, als Frühstück am Backtag. Die Idee kam wahrscheinlich im 16. Jahrhundert mit den Türken. Als im 20. Jahrhundert die Backöfen aus den Häusern verschwanden, begann man es zu frittieren, und so kennt man es heute.

Quelle: National Geographic, Flavours of Hungary

Lasagne

Lasagne gehört zu den ältesten Nudelgerichten überhaupt. Schon die Römer schichteten Teigplatten, in einem Gericht, das Apicius in seinem Kochbuch beschreibt. Der Name kommt wohl vom griechischen laganon, einem flachen Teigblatt, oder von lasanum, einem lateinischen Wort für Kochtopf aus dem Griechischen, das Essen wäre also nach der Form benannt, in der es gebacken wurde.

Quelle: Wikipedia, Lasagna

Latte Macchiato

Latte ist die Kurzform des italienischen caffè e latte, Kaffee und Milch, den Italiener seit jeher zu Hause trinken, meist zum Frühstück. Wer in Italien nur einen latte bestellt, bekommt ein Glas Milch. Die Dampflanze, Anfang des 20. Jahrhunderts an Espressomaschinen angebaut, machte die Cafévariante möglich, und der große milchige Latte startete in den 1980ern in Seattle, bevor er um die Welt ging.

Quelle: Wikipedia, Latte

Leichtbier

Leichtbier hat Joseph Owades ausgetüftelt, Biochemiker bei der Brauerei Rheingold in Brooklyn. Er setzte ein Enzym ein, mit dem die Hefe mehr von der Stärke verwerten konnte. Rheingold verkaufte es 1967 als Gablinger's Diet Beer, und es floppte. Das Rezept landete bei Miller, das es 1975 Miller Lite nannte und als weniger sättigend statt als Diät bewarb, und das funktionierte.

Quelle: The New York Sun, Joseph Owades, 86, Devised Recipe for Light Beer

Limonade

Eines der ältesten Zitronengetränke stammt aus dem mittelalterlichen Ägypten. Um 1100 verkauften und exportierten jüdische Händler in Kairo bereits einen abgefüllten, gesüßten Zitronensaft namens qatarmizat. 1676 gab es in Paris eine Compagnie de Limonadiers, deren Verkäufer Limonadentanks auf dem Rücken trugen und auf der Straße Becher ausschenkten. Die sprudelnde Sorte kam viel später.

Quelle: Wikipedia, Lemonade

Linsensuppe

Linsen gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und wurden wahrscheinlich zuerst im Nahen Osten domestiziert. Ein Linseneintopf steht schon in der Bibel, wo Esau sein Erstgeburtsrecht seinem Bruder Jakob für eine Schüssel rotes Linsengericht verkauft. Von dort verbreiteten sich Linsen rund ums Mittelmeer und nach Norden, Funde gibt es aus bronzezeitlichen Seeufersiedlungen in der Schweiz.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Lentil

M&M's Peanut

M&M's wurden von Forrest Mars Sr und Bruce Murrie erfunden, dem Sohn des Präsidenten von Hershey, und die zwei M stehen für ihre Nachnamen. Die normalen kamen 1941 in den USA heraus, die Erdnussversion folgte 1954, anfangs nur in Hellbraun. Forrest Mars soll selbst eine Erdnussallergie gehabt haben.

Quelle: Wikipedia, M&M's

Mac and Cheese

Ein Gericht namens makerouns, Nudeln geschichtet mit Butter und Käse, steht in The Forme of Cury, einem Kochbuch von etwa 1390 der Meisterköche des englischen Königs Richard II. In Amerika kam es auf den Tisch von Thomas Jefferson, gekocht hat es aber sein versklavter Koch James Hemings. Krafts Version aus der Packung kam 1937 und machte es zum Alltagsessen.

Quelle: History.com

Macarons

Mandelgebäck mit Eiweiß gab es in Italien und Frankreich schon seit dem Mittelalter, und der Name kommt wohl vom italienischen maccarone, einer feinen Paste. Die Geschichte, Katharina von Medici habe Macarons 1533 zu ihrer Hochzeit nach Frankreich gebracht, ist hübsch, aber nicht belegt. Das gefüllte Doppel-Macaron machte im 20. Jahrhundert Pierre Desfontaines von Ladurée in Paris berühmt.

Quelle: Ladurée, History of the macaron

Maiskolben

Mais wurde vor rund 10.000 Jahren in Südmexiko aus Balsas-Teosinte gezüchtet, einem Wildgras mit kleinen harten Ähren, die nicht im Geringsten wie ein Kolben aussehen. Indigene Völker verbreiteten ihn bis ins südliche Maine, noch bevor Europäer kamen. Kolumbus und die Entdecker nach ihm brachten ihn nach Europa, und das Wort Mais kommt über das Spanische von mahiz, einem Wort der Taíno in der Karibik.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, corn

Mandelmilch

Mandelmilch ist Jahrhunderte alt. Ein islamischer Medizintext aus dem 8. Jahrhundert nennt sie als Mittel gegen Husten, und mit den Mandeln aus der islamischen Welt kam sie ins mittelalterliche Europa. Christen schätzten sie, weil sie an Fastentagen das Verbot tierischer Produkte umging. Im ersten bekannten deutschen Kochbuch, dem Buch von guter Speise um 1350, verwendet sie fast ein Viertel der Rezepte.

Quelle: Discover Magazine, People Went Crazy for Almond Milk in the Middle Ages

Mandeln

Wilde Mandeln sind bitter und enthalten einen Stoff, aus dem Blausäure wird, schon eine Handvoll kann gefährlich sein. Angebaut werden konnten Mandeln erst, nachdem eine einzige genetische Mutation diese Bitterkeit abschaltete, wie eine Studie in der Fachzeitschrift Science 2019 zeigte. Kultivierte Mandeln finden sich archäologisch ab etwa 3000 vor Christus, und sie gelten als einer der ersten Bäume, die Menschen domestiziert haben.

Quelle: NPR via KPBS, How Almonds Went From Deadly To Delicious

Mango

Die Mango stammt aus Südasien, wo sie seit Jahrtausenden angebaut wird, vor allem in Indien. Das Wort kam über portugiesische Händler nach Europa: ihr manga stammt vom malaiischen mangga und vom tamilischen mankay, aus man, Mangobaum, und kay, Frucht. 1793 brachte Kapitän Bligh, bekannt von der Bounty, Mangobäume von Timor in Gärten auf Jamaika und St. Vincent.

Quelle: Online Etymology Dictionary, mango

Margarita

Wer die Margarita erfunden hat, weiß niemand genau. Eine bekannte Geschichte sagt, Carlos Danny Herrera habe sie um 1938 in seinem Restaurant Rancho La Gloria bei Tijuana gemixt, für eine Kundin namens Marjorie King, die nur Tequila vertrug. Die Dame der Gesellschaft Margarita Sames aus Dallas behauptete, sie 1948 in Acapulco erfunden zu haben, doch eine Werbung von Jose Cuervo nutzte den Namen schon 1945.

Quelle: Smithsonian Magazine, The History of the Margarita

Marmelade

Das älteste bekannte Rezept steht im römischen Kochbuch des Apicius aus etwa dem 4. Jahrhundert: Quitten, in Honig zerdrückt. Marmelade, wie wir sie kennen, brauchte Zucker, den man im 6. Jahrhundert in Persien anbaute. Mit den Kreuzzügen kamen gezuckerte Früchte ins mittelalterliche Europa, wo sie ein Luxus der Reichen waren. Woher das englische Wort jam stammt, ist bis heute unklar.

Quelle: National Geographic, The short, sweet, and sticky history of jam

Mars

Der Mars-Riegel entstand 1932 in Slough in England, wo Forrest Mars, Sohn des amerikanischen Süßwarenherstellers Frank Mars, seine eigene kleine Fabrik gründete. Er orientierte sich am Milky-Way-Riegel seines Vaters und passte das Rezept dem britischen Geschmack an. Die Fabrik in Slough stellt fast ein Jahrhundert später immer noch Mars-Riegel her.

Quelle: Mars, Mars invests £190 million in its historic UK chocolate factory

Marshmallows

Der Name kommt von einer echten Pflanze, dem Echten Eibisch, englisch marsh mallow, dessen klebrige Wurzel schon antike griechische Ärzte als Heilmittel nutzten. Die Süßigkeit selbst wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich erfunden, halb Halspastille, halb Bonbon, indem man den Wurzelsaft mit Ei und Zucker schaumig schlug. Später ersetzte Gelatine die Wurzel, das ging schneller und gab Marshmallows ihre weiche, federnde Konsistenz.

Quelle: Smithsonian Magazine, It's a Marshmallow World

Matcha Latte

Pulvertee kam Ende des 12. Jahrhunderts mit dem Zen Mönch Eisai nach Japan, der in China studiert und Teesamen mitgebracht hatte. Er wurde zum Kern der japanischen Teezeremonie. Der Name verbindet matsu, reiben, und cha, Tee, weil die Blätter fein gemahlen werden. Ihn in aufgeschäumte Milch zu schlagen, ist eine viel spätere Café Idee.

Quelle: Britannica, Matcha

Mayonnaise

Woher die Mayonnaise ihren Namen hat, weiß niemand genau. Die bekannteste Geschichte verbindet sie mit der Eroberung von Mahón auf Menorca durch den Herzog von Richelieu 1756, also mahonnaise. Andere Theorien führen sie auf das altfranzösische moyeu, Eigelb, zurück oder auf manier, rühren, was der berühmte Koch Carême bevorzugte. Sicher ist, dass sie zu einer klassischen kalten Soße der französischen Küche wurde.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Mayonnaise

McDonald's Pommes

Als Richard und Maurice McDonald 1948 die Karte ihres Restaurants in San Bernardino, Kalifornien, auf neun Artikel kürzten, gab es als Beilage Kartoffelchips. 1949 traten Pommes an ihre Stelle. Jahrzehntelang wurden sie in einer Mischung aus überwiegend Rindertalg frittiert, bis McDonald's 1990 nach einer langen öffentlichen Kampagne gegen gesättigte Fette auf Pflanzenöl umstieg.

Quelle: Food Republic, The Greasy, Glorious History Of The McDonald's Fry

Mie Goreng

Mie Goreng geht auf die gebratenen Nudeln zurück, die chinesische Einwanderer nach Indonesien brachten, ähnlich wie Chow Mein. Goreng heißt auf Indonesisch einfach gebraten. Einheimische Köche machten sie sich mit süßer Sojasauce, Sambal und Röstzwiebeln zu eigen und ersetzten Schwein durch Huhn oder Garnelen. Die berühmte Instantsorte Indomie Mi Goreng erfand Nunuk Nuraini, heute wird sie weltweit verkauft.

Quelle: Wikipedia, Mie goreng

Miesmuscheln

Die Art, wie ein Großteil Frankreichs Muscheln züchtet, hat eine Legende. 1235, so heißt es, rammte der schiffbrüchige Ire Patrick Walton Holzpfähle in die Bucht von Aiguillon in Westfrankreich, um mit Netzen Seevögel zu fangen, und fand stattdessen Muscheln an den Pfählen. Diese Pfähle heißen Bouchots, und Bouchot-Muscheln wachsen bis heute daran.

Quelle: France Today, Mussels from the Bay of Mont Saint-Michel

Milch

Menschen nutzten Tiermilch schon bald, nachdem sie Rinder, Schafe und Ziegen hielten. Spuren von Milchfett in mehr als 2.200 alten Gefäßen zeigen, dass Milch bereits im siebten Jahrtausend vor Christus verarbeitet wurde, vor etwa 8.500 Jahren, in Anatolien, der Levante und Südosteuropa. Damit rückte der Beginn der Milchwirtschaft rund 2.000 Jahre weiter zurück, als die Forschung bis dahin dachte.

Quelle: University of Bristol, A potted history of milk (study in Nature, 2008)

Milchreis

Reis in Milch gekocht gibt es in vielen Teilen der Welt, und in England reicht er bis ins 14. Jahrhundert zurück. Das älteste englische Rezept steht in The Forme of Cury, um 1390 von den Meisterköchen König Richards II. verfasst, mit Mandelmilch und Safran. Reis war damals ein teurer Import, also war das ein feines Dessert, lange bevor es zum Kinderessen wurde.

Quelle: Foods of England, Rice Pudding

Milchshake

Als das Wort Milkshake 1885 zum ersten Mal gedruckt wurde, meinte es etwas anderes: ein eierpunschartiges Stärkungsmittel mit Eiern und Whiskey. Um 1900 war es ein Getränk mit Schokoladen-, Erdbeer- oder Vanillesirup. 1922 gab Ivar Pop Coulson von der Drogeriekette Walgreens in Chicago zwei Kugeln Vanilleeis in eine Malzmilch, und der dicke Shake war geboren.

Quelle: Wikipedia, Milkshake

Milka

Milka kam 1901 auf den Markt, erfunden von Carl Russ-Suchard, dem Schwiegersohn des Schweizer Schokoladenherstellers Philippe Suchard. Der Name verbindet Milch und Kakao. Die lila Verpackung gab es schon bei der allerersten Tafel, Jahrzehnte bevor die lila Kuh zum Gesicht der Marke wurde.

Quelle: Wikipedia, Milka

Misosuppe

Miso geht auf eine chinesische fermentierte Paste zurück, in Japan hishio genannt, die um das 7. Jahrhundert ins Land kam. Misosuppe entstand später, in der Kamakura-Zeit (1185 bis 1333), als Mörser aus China es erlaubten, das körnige Miso so fein zu reiben, dass es sich in heißem Wasser löste. Samurai aßen sie dann täglich in der Mahlzeit ichiju issai, eine Suppe und ein Gericht.

Quelle: Kikkoman Institute for International Food Culture, FOOD CULTURE No. 3: Miso

Mojito

Der Mojito stammt aus Kuba. Ein Vorläufer namens Draque, angeblich nach Francis Drake benannt, der 1586 in die Karibik kam, mischte groben Zuckerrohrschnaps mit Zucker, Limette und Minze als Heilmittel. Als im 19. Jahrhundert Rum den Schnaps ersetzte, wurde daraus der Mojito, und die Bar Sloppy Joe's in Havanna hatte ihn 1931 auf der Karte. Für die Verbindung zu Hemingway gibt es keinen Beleg.

Quelle: Difford's Guide, Mojito cocktail history

Monster Energy

Monster Energy kam am 18. April 2002 auf den Markt, entwickelt von Hansen Natural, einer Firma für Säfte und Limonaden aus Corona, Kalifornien, geführt von Rodney Sacks und Hilton Schlosberg. Bis dahin war die Firma für natürliche Säfte bekannt. Der Drink wurde so groß, dass sich das ganze Unternehmen 2012 in Monster Beverage umbenannte.

Quelle: Wikipedia, Monster Energy

Moussaka

Gerichte aus Auberginenschichten und gewürztem Hackfleisch sind alt, und ein Kochbuch aus Bagdad aus dem 13. Jahrhundert enthält schon sehr ähnliche Rezepte. Der Name kam über das Osmanisch-Türkische aus dem Arabischen ins Griechische. Die dicke Béchamel obendrauf ist eine griechische Idee der 1920er Jahre, vom in Frankreich ausgebildeten Koch Nikolaos Tselementes, der die griechische Küche europäischer machen wollte.

Quelle: Wikipedia, Moussaka

Mozzarella

Mozzarella stammt aus Kampanien in Süditalien und wurde ursprünglich aus Büffelmilch gemacht. Der Überlieferung nach gaben die Mönche von San Lorenzo in Capua um das 12. Jahrhundert Pilgern Brot mit einem Büffelkäse namens mozza. Der Name kommt von mozzare, abschneiden, weil jede Kugel vom Bruch abgetrennt wird, und gedruckt taucht er zuerst 1570 auf, in einem Buch des päpstlichen Kochs Bartolomeo Scappi.

Quelle: Great Italian Chefs, Mozzarella di bufala: white gold in Campania

Muffin

Das Wort Muffin taucht 1703 zum ersten Mal im Englischen auf, geschrieben moofin, und kommt wohl vom niederdeutschen Muffen, kleine Kuchen. Der ursprüngliche English Muffin ist ein flaches Hefebrötchen aus der Pfanne. Der hohe, kuchenartige Muffin aus dem Café ist die amerikanische Variante, die mit Backpulver oder Natron statt Hefe aufgeht.

Quelle: Online Etymology Dictionary, muffin

Müsli

Der Schweizer Arzt Maximilian Bircher-Benner erfand das Müesli um 1900 für die Patienten seiner Klinik in Zürich, wo er auf Rohkost als Heilmittel setzte. Das Original waren in Wasser eingeweichte Haferflocken mit Zitronensaft, Kondensmilch, geriebenem Apfel und Nüssen. Die Idee soll ihm bei einer Wanderung in den Alpen gekommen sein, wo man ihm ein ähnliches Gericht servierte. Müesli heißt auf Schweizerdeutsch kleines Mus.

Quelle: SWI swissinfo.ch, Muesli celebrates a century of good health

Müsliriegel

Granola beginnt mit Granula, einem zweimal gebackenen Weizenmüsli, das Dr. James Caleb Jackson 1863 in seinem Kurhaus in Dansville, New York, herstellte. John Harvey Kellogg machte etwas Ähnliches und nannte es Granola, um Ärger vor Gericht zu vermeiden. Der Riegel kam viel später: 1975 brachte Nature Valley den nach eigenen Angaben ersten Müsliriegel eines großen Lebensmittelkonzerns heraus, mit Honig und Hafer, Zimt und Kokos.

Quelle: General Mills, 50 years of crunch

Naan

Naan heißt auf Persisch einfach Brot. Es kam mit dem Sultanat von Delhi nach Südasien, und um 1300 beschrieb der Dichter Amir Khusrau zwei Sorten, die Adlige aßen, ein leichtes dünnes und ein schwereres aus dem Tandur. Unter den Moguln war es ein Luxus des Hofes, erst im 18. Jahrhundert erreichte es einfache Leute in den großen Städten.

Quelle: Wikipedia, Naan

Nachos

Nachos entstanden 1943 in Piedras Negras, Mexiko, direkt hinter der Grenze zu Texas. Der Geschichte nach kamen Frauen amerikanischer Soldaten in den Victory Club, der Koch war nirgends zu finden, und Ignacio Anaya schnitt frittierte Tortillas in Dreiecke, gab Käse und eingelegte Jalapeños darauf und erhitzte sie. Sein Spitzname war Nacho, also nannte er sie Nacho's Special.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Wikipedia, Nachos

Nasi Campur

Nasi campur heißt auf Indonesisch und Malaiisch einfach gemischter Reis, einen Erfinder gibt es also nicht. Es entstand aus der alltäglichen Art zu essen auf den Inseln, Reis mit mehreren getrennt gekochten kleinen Gerichten, und wurde zum Standard in den Warungs, wo man auf die Schalen hinter Glas zeigt. Jede Region hat ihre eigene Version, von Bali und Java bis Malaysia und Singapur.

Quelle: Wikipedia, Nasi campur

Nasi Goreng

Gebratener Reis entstand in China, um übrig gebliebenen Reis zu verwerten, und chinesische Händler brachten die Idee vor Jahrhunderten auf die indonesischen Inseln. Süße Sojasauce machte ihn indonesisch. Javanische Texte aus dem frühen 19. Jahrhundert erwähnen sekul goreng, niederländische Kolonialkochbücher druckten Rezepte, und 2018 erklärte Indonesien ihn zu einem seiner fünf Nationalgerichte.

Quelle: Wikipedia, Nasi goreng

Nudeln

Wer die erste Pasta gemacht hat, weiß niemand. Marco Polo hat sie nicht aus China mitgebracht: Als er 1295 heimkehrte, aßen die Italiener sie längst, die Geschichte ist also ein Mythos. 1154 schrieb der arabische Geograf al Idrisi, dass man in Trabia auf Sizilien eine Speise aus Mehl in Form von Fäden herstellte, in der Sonne trocknete und per Schiff in andere Teile Italiens und darüber hinaus verschickte.

Quelle: Scientific American, Noodling the Noodles

Nutella

Nutella stammt aus Alba im Piemont, einer Gegend Italiens, die für ihre Haselnüsse bekannt ist. 1946 verkaufte der Konditor Pietro Ferrero Giandujot, einen Block aus Haselnuss und Kakaomasse, der viel billiger als Schokolade war und in Scheiben aufs Brot kam. 1951 wurde daraus die streichfähige Supercrema, und am 20. April 1964 verließ das erste Glas mit dem Namen Nutella die Fabrik in Alba.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: The Local Italy, Nutella turns 60

Oliven

Die Olive wurde zuerst im östlichen Mittelmeerraum angebaut. Auf Kreta kultivierte man sie schon um 3500 v. Chr., semitische Völker um 3000 v. Chr. Im Griechenland Homers rieb man sich mit Olivenöl ein, und um 600 v. Chr. war die Olive für die Römer eine wichtige Kulturpflanze.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Olive

Olivenöl

Olivenöl gehört zu den ältesten Lebensmitteln des Mittelmeerraums. In Tongefäßen aus Ein Zippori in Untergaliläa in Israel, die auf etwa 5800 vor Christus datiert werden, fanden sich noch Spuren von Olivenöl, einer der frühesten Belege im ganzen Nahen Osten. In Kfar Samir, einem 7700 Jahre alten Dorf, das heute vor der Küste Israels unter Wasser liegt, entdeckten Archäologen Reste der Ölherstellung.

Quelle: The Times of Israel, Olive oil dating back 8,000 years found in north (Israel Antiquities Authority)

Omelett

Der Name ist französisch und beschreibt die Form. Omelette entstand aus dem altfranzösischen alemelle, einer dünnen Klinge oder Platte, das auf das lateinische lamella zurückgeht. Im Lauf der Jahrhunderte wurde aus alemelle erst alumette, dann amelette und schließlich omelette, und ins Englische kam das Wort um 1611.

Quelle: Merriam-Webster, omelet

Onigiri

In Japan formt man gekochten Reis seit der Yayoi-Zeit vor rund 2.000 Jahren, und verkohlte Reisklumpen aus dieser Zeit wurden ausgegraben. Ein Text aus dem 8. Jahrhundert nennt nigiri ii, gepressten Reis, und in der Geschichte vom Prinzen Genji gibt es tonjiki, kleine handgeformte Reisbällchen für unterwegs. Aus nigiri ii wurde nigiri meshi und schließlich onigiri, mit einem höflichen o davor.

Quelle: Nippon.com, Onigiri: The Evolving Face of Japan's Beloved Rice Ball

Orange

Die süße Orange ist eine uralte Kreuzung aus Pampelmuse und Mandarine, zuerst angebaut in Südchina und den Gebieten rundherum. Portugiesische Händler brachten sie im 15. und 16. Jahrhundert nach Europa, wo sie die bittere Sorte verdrängte. Daher auch der Name Apfelsine, Apfel aus China. Das Wort Orange wanderte vom Sanskrit naranga über Persisch und Arabisch zu uns, und die Farbe wurde nach der Frucht benannt.

Quelle: Online Etymology Dictionary, orange

Orangensaft

Die süße Orange stammt aus dem tropischen Asien. Römische Eroberungen und arabische Handelswege brachten Zitrusfrüchte nach Westen ans Mittelmeer, und zur Zeit von Kolumbus wuchsen Orangenbäume auf den Kanaren, von wo sie wohl nach Amerika kamen. Bis etwa 1920 aß man Orangen meist im Ganzen. Dann setzte sich der Saft durch, und heute ist gefrorenes Konzentrat das wichtigste Produkt aus amerikanischen Orangen.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Orange

Oreo

Oreo wurde 1912 zum ersten Mal von Nabisco verkauft, gebacken in der Fabrik in Chelsea, New York, im Gebäude des heutigen Chelsea Market. Der erste belegte Verkauf ging am 6. März 1912 an einen Lebensmittelhändler in Hoboken, New Jersey. Woher der Name stammt, weiß niemand genau; vermutet werden das französische or, Gold, und ein griechisches Wort für Berg.

Quelle: Wikipedia, Oreo

Overnight Oats

Overnight Oats gehen auf das Birchermüesli zurück. Der Schweizer Arzt Maximilian Bircher-Benner erfand es in den 1890er Jahren gegen Magenleiden und servierte es später in seinem Sanatorium in Zürich: über Nacht in Wasser eingeweichte Haferflocken mit geriebenem Apfel, Zitronensaft, Kondensmilch und Nüssen. Er nannte es schlicht d'Spys, die Speise, und hatte die Idee von Älplern, die abends Hafer, Obst und Milch aßen.

Quelle: SWI swissinfo.ch, Le Birchermüesli, l'invention d'un Suisse pour soigner les maux d'estomac

Pad Thai

Nudeln im Wok zu braten ist eine chinesische Technik, die chinesische Einwanderer nach Thailand brachten. 1942, als Reisfelder überflutet waren, rief die Regierung von Premierminister Plaek Phibunsongkhram dazu auf, stattdessen Nudeln zu essen, und verteilte Rezepte und Karren an Straßenhändler. Der Name Pad Thai, einfach thailändisch gebraten, steht laut Historiker Chatichai Muksong erst 1962 gedruckt in einem Haushaltsbuch.

Quelle: Smithsonian Magazine

Paella

Paella stammt aus den Reisfeldern rund um die Lagune Albufera bei Valencia, wo Landarbeiter sie Mitte des 19. Jahrhunderts mittags über dem Feuer kochten. Frühe Versionen enthielten Schermaus, Aal und Limabohnen, später Kaninchen, Huhn, Ente und manchmal Schnecken. Paella ist einfach das valencianische Wort für Pfanne, vom lateinischen patella.

Quelle: Wikipedia, Paella

Pancakes

Erfunden hat den Pfannkuchen niemand: Teig auf heißem Untergrund zu backen ist uralt, schon die alten Griechen und Römer kannten Varianten. In England stehen Pfannkuchen ab 1439 in Kochbüchern und gehören zum Fastnachtsdienstag, an dem Eier, Milch und Butter vor der Fastenzeit aufgebraucht wurden. Der Legende nach rannte 1445 eine Frau in Olney mit der Pfanne in der Hand zur Kirche, und der Ort veranstaltet bis heute ein Pfannkuchenrennen.

Quelle: Historic UK, Pancake Day

Panna Cotta

Panna Cotta heißt gekochte Sahne und wird mit dem Piemont in Norditalien verbunden. Einer Geschichte nach hat eine Ungarin in den Hügeln der Langhe sie im 19. Jahrhundert erfunden, bewiesen ist das aber nicht. Eine ähnliche Mischung aus Sahne, Zucker und Gelatine wurde 1879 als latte inglese gedruckt, englische Milch, und Koch Ettore Songia setzte Panna Cotta in den 1960er Jahren in Cuneo auf seine Karte.

Quelle: Tasting Table, The Origin Of Italy's Panna Cotta

Pão de queijo

Pão de queijo stammt aus Minas Gerais im Südosten Brasiliens und reicht ins 18. Jahrhundert zurück. Versklavte Afrikaner auf den Höfen dort backten Brötchen aus Polvilho, der Stärke der Maniokwurzel, deren Verwendung sie von Indigenen gelernt hatten. Als Minas nach dem Ende der Sklaverei zur Milchregion wurde, kamen Eier, Milch und Minaskäse in den Teig, und das Käsebrot von heute war geboren.

Quelle: Sustain, Real Bread Campaign: Pão de queijo

Parmesan

Parmigiano Reggiano wurde im Mittelalter erstmals in der Ebene um Parma und Reggio Emilia hergestellt, wo man meist Klöstern die großen, lange haltbaren Laibe zuschreibt. Schon 1351 scherzte Boccaccio im Decamerone über einen Berg aus geriebenem Parmesan. Parmesan ist die französische Form von Parmigiano, also aus Parma.

Quelle: Consorzio del Formaggio Parmigiano Reggiano, history

Pastel de nata

Das Rezept stammt von den Mönchen des Hieronymusklosters in Belém, Lissabon. Klöster stärkten ihre Kleidung mit Eiweiß, also wanderten die übrigen Eigelbe in Süßspeisen. Als das Kloster 1834 schloss, ging das Rezept an die benachbarte Zuckerraffinerie, deren Besitzer 1837 die Fábrica de Pastéis de Belém eröffneten. Sie backt bis heute nach diesem Rezept, das in einem geheimen Raum liegt.

Quelle: Wikipedia, Pastel de nata

Pelmeni

Pelmeni stammen aus dem Ural und Sibirien. Der Name ist aus dem Komi und dem Udmurtischen entlehnt und bedeutet dort Ohrbrot, nach der gefalteten Form, die an ein Ohr erinnert. Forscher vermuten, dass diese Völker sie schon im Mittelalter machten, manche meinen aber, die Idee kam über die Mongolen von chinesischen Teigtaschen. Russische Kochbücher druckten in den 1840er Jahren ein Rezept für sibirische Pelmeni.

Quelle: N. I. Shutova, Etnograficheskoe obozrenie (Russian Academy of Sciences), 2018

Pflaume

Die europäische Pflaume stammt wahrscheinlich aus der Gegend um den Kaukasus und das Kaspische Meer und wird seit mindestens 2000 Jahren angebaut. Die Japanische Pflaume, heute die am häufigsten frisch verkaufte, wurde vor Jahrtausenden in China domestiziert und in Japan weitergezüchtet. Die Damaszenerpflaume verdankt ihren Namen dem frühen Anbau rund um Damaskus.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Plum

Pho

Pho tauchte Ende des 19. Jahrhunderts in Nordvietnam bei Hanoi auf, als das Land französische Kolonie war. Die meisten Ernährungshistoriker glauben, dass Dorfbewohner Rindfleisch, das die Franzosen viel häufiger aßen, in eine einheimische Nudelsuppe gaben. Der Name kommt vielleicht vom französischen feu, wie im Eintopf Pot au feu, ebenso gut aber vom chinesischen fen, einer flachen Reisnudel.

Quelle: Britannica, Pho

Pierogi

Das Wort geht auf die alte slawische Wurzel pir zurück, die Festmahl bedeutet. Gefüllte Teigtaschen kamen wohl aus China und verbreiteten sich im Mittelalter über Europa. Der Legende nach brachte der heilige Hyazinth die Pierogi im 13. Jahrhundert nach Polen und speiste damit Hungernde, doch seine mittelalterliche Lebensbeschreibung erwähnt sie nicht. Das älteste schriftliche Rezept steht im ersten polnischen Kochbuch von 1682.

Quelle: Wikipedia, Pierogi

Piña Colada

Das Caribe Hilton in San Juan, Puerto Rico, sagt, sein Barkeeper Ramón Monchito Marrero habe die Piña Colada 1954 erfunden, nach drei Monaten Ausprobieren mit Rum, Kokoscreme und Ananassaft. Auch andere Barkeeper in Puerto Rico haben sie für sich beansprucht, die Geschichte ist also umstritten. So oder so ist sie seit 1978 das offizielle Getränk Puerto Ricos.

Quelle: Hilton Stories, The Birthplace of the Piña Colada

Pisang Goreng

Frittierte Banane im Teigmantel isst man in ganz Südostasien, einen bekannten Erfinder gibt es nicht. Bananen stammen aus der Region, wurden aber meist roh gegessen, und die Gewohnheit, sie in Teig zu frittieren, kam wahrscheinlich im 16. Jahrhundert mit den Portugiesen, die neue Arten mitbrachten, mit Mehl zu kochen und zu frittieren. Goreng heißt auf Indonesisch und Malaiisch einfach gebraten.

Quelle: Wikipedia, Pisang goreng

Pistazien

Die Pistazie stammt aus den trockenen Hügeln im Süden Zentralasiens, einem Wildgebiet, das bis in den Norden Irans und Afghanistans reicht, und Forscher vermuten, dass sie dort zuerst angebaut wurde. Vor mindestens 2000 Jahren kam sie nach Westen, in die Berge des heutigen Syriens vielleicht schon einige Jahrhunderte früher. Außerhalb ihrer Heimat blieb sie lange selten und wird wohl erst seit wenigen Jahrhunderten großflächig angebaut.

Quelle: FAO AGRIS, Pistachio (Pistacia vera L.) Domestication and Dispersal Out of Central Asia, Agronomy 2022

Pizza Margherita

Belegte Fladenbrote gibt es seit der Antike, aber die Pizza, wie wir sie kennen, entstand im 18. Jahrhundert in Neapel, billig auf der Straße verkauft. Der Legende nach backte Raffaele Esposito 1889 für Königin Margherita eine Pizza in Rot, Weiß und Grün und benannte sie nach ihr. Historiker bezweifeln das: Eine solche Pizza gab es in Neapel schon Jahrzehnte früher.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: National Geographic, Pizza Margherita may be fit for a queen, but was it really named after one?

Poke Bowl

Poke ist Hawaiisch für das Schneiden von rohem Fisch quer in Stücke. Die Ureinwohner Hawaiis schätzten frischen rohen Fisch mit Salz, gerösteter Kukuinuss und Seetang, und der Schiffsarzt von Kapitän Cook sah Ende des 18. Jahrhunderts, wie roher Fisch gegessen wurde. Sojasoße, Sesam und das Reisbett kamen viel später, von japanischen, chinesischen und koreanischen Familien, die sich auf Hawaii niederließen.

Quelle: Bishop Museum, The History of Poke in Hawaiʻi

Pommes

Belgien und Frankreich beanspruchen die Pommes beide für sich. Eine belgische Geschichte erzählt, Dorfbewohner an der Maas hätten in den 1680er Jahren Kartoffelstreifen frittiert, als der Fluss zugefroren war und sie keine Fische fangen konnten. Der Historiker Pierre Leclercq weist darauf hin, dass die Kartoffel erst um 1735 dorthin kam, und hält Paris für möglich, wo sie Ende des 18. Jahrhunderts auf dem Pont Neuf verkauft wurden.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: The Brussels Times, Fry me a river: the sizzling debate on the origin of Belgian fries

Popcorn

Popcorn ist viel älter als das Kino. Mais wurde vor fast 9.000 Jahren in Mexiko aus einem Wildgras namens Teosinte domestiziert, und Maiskolben aus Paredones und Huaca Prieta an der Nordküste Perus zeigen, dass die Menschen dort schon vor mindestens 6.700 Jahren Popcorn aßen. Das war noch, bevor sie Töpfe herstellten.

Quelle: Smithsonian Newsdesk, Ancient Popcorn Discovered in Peru

Porridge

Hafer galt lange als Viehfutter: Der römische Arzt Galen meinte, Menschen sollten ihn nur in Hungersnöten essen. 1755 definierte Samuel Johnsons Wörterbuch Hafer als Getreide, das in England meist an Pferde verfüttert wird, in Schottland aber das Volk ernährt. In Schottland, wo Weizen schlecht wächst, war Haferbrei jahrhundertelang ganz normales Alltagsessen.

Quelle: Science History Institute, Distillations: Fitter for a Stable Than a Table

Poutine

Poutine stammt aus dem ländlichen Québec der späten 1950er Jahre, und mehr als ein Ort beansprucht sie für sich. Fernand Lachance aus Warwick sagte, ein Stammgast habe 1957 Käsebruch auf seine Pommes verlangt, Jean-Paul Roy aus Drummondville dagegen, er habe sie 1964 in seinem Drive-in erfunden. Im Québecer Slang heißt poutine Durcheinander, wohl vom englischen pudding.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Poutine

Pringles

Pringles wurden von Procter & Gamble in Cincinnati, Ohio, entwickelt und kamen 1968 auf den Markt. Die Dose entwarf der Chemiker Fredric Baur, der so stolz darauf war, dass 2008 ein Teil seiner Asche in einer Pringles-Dose beigesetzt wurde. Laut P&G stammt der Name aus einem Telefonbuch von Cincinnati, nach der Pringle Avenue in Finneytown, es kursieren aber auch andere Geschichten.

Quelle: Wikipedia, Pringles

Prosecco

Prosecco ist nach einem Dorf bei Triest im Nordosten Italiens benannt. 1593 schrieb der englische Reisende Fynes Moryson über einen örtlichen Wein, der früher Pucinum hieß, vom römischen Autor Plinius gelobt, und nun Prosecho genannt wurde. Seit 2009 heißt die Rebsorte selbst Glera, Prosecco ist also der Name eines Ortes und nicht einer Traube.

Quelle: Wikipedia, Prosecco

Proteinriegel

Der Vorläufer des Proteinriegels hat eine Verbindung zur Raumfahrt. Howard Bauman, Lebensmitteltechniker bei Pillsbury, dessen Team 1962 die erste feste Nahrung für einen NASA-Astronauten entwickelte, schuf Ende der 1960er Jahre die Space Food Sticks, zähe Snackstangen mit ausgewogenem Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett, beworben mit den Apollo-Missionen. Sie gelten als Vorläufer der heutigen Energie- und Proteinriegel.

Quelle: Wikipedia, Space Food Sticks

Proteinshake

Proteinpulver setzte sich 1952 in den USA durch, als der Gewichtheberunternehmer Bob Hoffman von York Barbell ein Sojapulver herausbrachte, später Hi-Proteen genannt. Seine Werbung sprach von einem berühmten Lebensmittellabor, doch sein früherer Redakteur erzählte, er habe Hoffman Sojamehl mit einem Kanupaddel in geschmolzene Schokolade rühren sehen. Die heutigen Wheyshakes kamen erst später.

Quelle: USC Scalar, Shake It Up Baby: Protein Powder in America

Putenbrust

Truthähne sind amerikanische Vögel. Laut Smithsonian stammt der erste Beleg dafür, dass Menschen sie hielten und züchteten, aus Tehuacán in Mexiko, vor etwa 2.000 Jahren. Der englische Name turkey ist wohl eine Verwechslung: Europäer nannten das afrikanische Perlhuhn schon turkey cock, weil es über türkische Händler kam, und der amerikanische Vogel bekam denselben Namen.

Quelle: Smithsonian Insider, Turkey's trip to the table

Quesadilla

In Mexiko backten die Menschen schon Maistortillas, lange bevor die Spanier kamen, aber Käse gab es erst mit den Kühen und Ziegen, die die Spanier im 16. Jahrhundert mitbrachten. Aus dieser Mischung entstand im kolonialen Mexiko die Quesadilla. Der Name kommt von queso, spanisch für Käse, und im alten Spanisch war eine Quesadilla eigentlich ein süßes Käsegebäck.

Quelle: Online Etymology Dictionary, quesadilla

Quiche

Quiche stammt aus Lothringen im Nordosten Frankreichs, einer Region, die zwischen Frankreich und Deutschland hin und her ging. Der Name kommt wahrscheinlich vom dortigen Mundartwort für Kuchen und ist in Lothringen 1605 belegt. Die frühe Quiche Lorraine bestand aus Eiern, Sahne und Räucherspeck im Mürbeteig. Den Käse, den die meisten Rezepte heute dazugeben, gab es erst später.

Quelle: Wikipedia, Quiche

Quinoa

Quinoa stammt aus den Anden, wo sie vermutlich mehrmals domestiziert wurde, vor etwa 3.000 bis 5.000 Jahren. Neben Mais und Kartoffeln war sie ein Grundnahrungsmittel der Inka, Aymara und Quechua. Die spanischen Kolonisten drängten sie zurück, womöglich wegen ihrer religiösen Bedeutung für die indigenen Völker, und weltweit bekannt wurde sie erst in den letzten Jahrzehnten.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Quinoa

Raclette

Raclette stammt aus den Schweizer Alpen, wo Hirten einen halben Käselaib ans Feuer hielten und die geschmolzene Schicht für eine sättigende Mahlzeit abschabten. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Wallis von 1574, und der Name kommt vom französischen racler, schaben. In Heidi gibt es gerösteten Käse an der Gabel, doch erst im 20. Jahrhundert wurde das Bergessen zum Schweizer Nationalgericht.

Quelle: Raclette Suisse, History of raclette

Radler

Radler heißt Radfahrer. Die bekannte Geschichte erzählt, dass dem Wirt Franz Xaver Kugler südlich von München an einem Junitag 1922 das Bier ausging, als Tausende Radler kamen, also streckte er es mit Zitronenlimonade und nannte es Radlermaß. Eine schöne Geschichte, doch die Radlermaß wird schon in Aufzeichnungen um 1900 erwähnt, das Getränk ist also wohl älter.

Quelle: inFranken.de, Woher kommt das Radler und warum heißt es so?

Ramen

Ramen kam aus China nach Japan. Anfang der 1880er Jahre ließen sich chinesische Händler in der Hafenstadt Yokohama nieder und eröffneten Restaurants mit Weizennudeln in Brühe, und der Name kommt vom chinesischen la mian, gezogene Nudeln. Japans erster Ramenladen, Rairaiken, öffnete 1910 in Asakusa in Tokio und verkaufte an vollen Tagen 3000 Schüsseln. Instant-Ramen folgte 1958.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Encyclopaedia Britannica, Ramen

Ratatouille

Ratatouille ist das Aushängeschild von Nizza in der Provence und stammt aus der Landküche mit Gemüse aus dem Sommergarten. Der Name taucht erstmals Ende des 18. Jahrhunderts auf, das erste bekannte Rezept im 19., obwohl das Gericht wohl älter ist. Er kommt von zwei französischen Verben, ratouiller und tatouiller, die beide ums Rühren und Schütteln gehen.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Ratatouille

Räucherlachs

Fisch wurde lange vor dem Kühlschrank geräuchert, um ihn haltbar zu machen, aber Londons Räucherlachs kam Ende des 19. Jahrhunderts mit jüdischen Einwanderern aus Russland und Polen. 1905 begann Aaron Harry Forman, der aus Odessa geflohen war, im East End Lachs zu räuchern, mit frischem schottischem Fisch vom Billingsgate-Markt. H. Forman & Son nennt sich die älteste Lachsräucherei der Welt.

Quelle: H. Forman & Son, Our story

Red Bull

Red Bull geht auf Krating Daeng zurück, einen Energydrink, den Chaleo Yoovidhya ab 1976 in Thailand verkaufte und der bei Lkw-Fahrern beliebt war. Der Österreicher Dietrich Mateschitz trank ihn 1982 auf einer Geschäftsreise gegen den Jetlag, 1984 gründeten die beiden Red Bull. Krating Daeng heißt roter Gaur, ein Wildrind, und die westliche Version mit Kohlensäure kam am 1. April 1987 in Österreich auf den Markt.

Quelle: Wikipedia, Dietrich Mateschitz

Reis

Asiatischer Reis wurde zuerst in China domestiziert, und die ältesten Belege aus Zentral- und Ostchina stammen aus der Zeit um 7000 bis 5000 vor Christus. Früher Reisanbau ist auch aus Indien und Südostasien bekannt, und Asien erzeugt bis heute über 90 Prozent des Reises der Welt. Afrika hat eine eigene Art, den Afrikanischen Reis, der unabhängig davon in Westafrika domestiziert wurde.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, rice

Reiswaffeln

Die Reiswaffel ist aus dem Puffreis entstanden. 1901 sah Alexander Anderson, Botaniker am New York Botanical Garden, wie erhitzte Stärke zu einer leichten, aufgeblähten Masse aufplatzte, und auf der Weltausstellung 1904 in St. Louis führte er unter Druck gepufften Reis vor. Gepresste Reiswaffeln kamen viel später, und Marken wie Chico San und Quaker machten sie in den 1970er und 1980er Jahren zum Diätsnack.

Quelle: Il Post, La storia della galletta di riso

Rendang

Rendang stammt von den Minangkabau auf Westsumatra, die es randang nennen, von marandang, Kokosmilch langsam einkochen, bis sie trocken ist. Wann genau es entstand, weiß niemand, denn alte schriftliche Quellen sind rar. Einer Theorie nach brauchten reisende Minangkabau Händler Essen, das wochenlang hielt, und Gewürze indischer und arabischer Siedler prägten den Geschmack. Eine CNN Umfrage kürte es 2011 zum köstlichsten Essen der Welt.

Quelle: Tempo English, Rendang history

Rinderhackfleisch

Jahrhundertelang hackten Metzger Hackfleisch von Hand mit Messern. Der erste Fleischwolf, eine Maschine mit Kurbel, die das Fleisch durch eine Lochscheibe drückt, wird dem deutschen Erfinder Karl Drais in den 1840er Jahren zugeschrieben. Bekannter ist Drais für etwas anderes: 1817 fuhr er mit seiner Laufmaschine, einem frühen Vorläufer des Fahrrads, von Mannheim aus los.

Quelle: Wikipedia, Karl Drais

Risotto

Risotto stammt aus Norditalien, aus der Po-Ebene, wo Reis im feuchten Tiefland gut wuchs. Aufgeschrieben wurde es erst Anfang des 19. Jahrhunderts, damals als eine Art Pudding beschrieben, und der Name kommt schlicht von riso, Reis. Einer Legende nach nannte Kaiser Friedrich I. es risum optimum, den besten Reis, doch wahrscheinlicher stammt der Name aus der Alltagssprache.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, risotto

Rosinen

Rosinen sind so alt wie der Weinbau, und die ersten waren wohl Trauben, die zufällig in der Sonne trockneten. In der Antike legten die Phönizier Weinberge in Spanien und Griechenland an und die Armenier in Persien, und beide handelten mit Rosinen bei Griechen und Römern, die sie als Preise bei Wettkämpfen vergaben. Auch Kaliforniens erste Rosinenernte 1873 war ein Zufall: Eine Hitzewelle trocknete die Trauben am Stock.

Quelle: California Raisin Marketing Board, Raisin history

Rührei

Wer zuerst Rührei gemacht hat, weiß niemand, denn Eier landen in der Pfanne, seit Menschen Hühner halten. Der Name ist jünger als das Gericht. Im Englischen taucht scrambled eggs, also in die Pfanne geschlagene Eier mit Butter, Salz und Pfeffer, langsam gegart, zum ersten Mal 1843 auf.

Quelle: Online Etymology Dictionary, scramble

Rum Cola

Der Legende nach mischte im August 1900 ein US-Armeehauptmann in einer Bar in Havanna Bacardi-Rum mit Coca-Cola und Limette und stieß auf Por Cuba libre an, auf ein freies Kuba, nach dem Krieg gegen Spanien. Das ist Bacardis eigene Version, gestützt auf eine eidesstattliche Erklärung eines Werbemanns von 1965, der dabei gewesen sein will, Historiker sind daher vorsichtig. Der Name Cuba Libre blieb.

Quelle: Bacardi Limited, The Cuba Libre

Salami

Wo Salami genau entstand, weiß niemand, aber gesalzene, getrocknete Wurst wurde schon zur Römerzeit oder noch früher von vielen Völkern rund ums Mittelmeer gemacht. Der Name ist italienisch, der Plural von salame, von salare, salzen, das auf das lateinische sal zurückgeht. Allein Italien hat heute über 150 benannte Sorten.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Salami

Samosa

Die Samosa begann im Nahen Osten und in Zentralasien als Sanbusak, und ein Kochbuch aus Bagdad aus dem 13. Jahrhundert nennt schon drei Rezepte. Im 14. Jahrhundert aß der Reisende Ibn Battuta eine am Königshof in Delhi, gefüllt mit Hackfleisch, Mandeln, Pistazien und Walnüssen. Die Kartoffelvariante kam viel später, denn Kartoffeln erreichten Indien erst im 17. Jahrhundert.

Quelle: Live History India, The Samosa Trail

Sangria

Sangria hat ihren Namen vom spanischen sangría, Aderlass, wegen des tiefroten Weins. Wein mit Zucker und Gewürzen zu süßen ist viel älter, und Hypocras, ein Gewürzwein, ist wahrscheinlich ein gemeinsamer Vorfahr von Sangria und Glühwein. In Spanien trank man sie seit Jahrhunderten, doch die Amerikaner lernten sie erst 1964 im spanischen Pavillon der Weltausstellung in New York kennen.

Quelle: VinePair, The History of Sangria

Sardinen

Das Wort geht auf das lateinische sardina zurück und wird oft mit der Insel Sardinien verbunden, sicher ist das aber nicht. Die Dose ist französisch: Ab den 1820er Jahren baute Joseph Colin in der Atlantikhafenstadt Nantes einen Markt für Sardinen in Dosen auf, und bald entstanden Konservenfabriken an der Küste der Bretagne und später in Portugal und Marokko.

Quelle: Rigby's Encyclopaedia of the Herring, Canning

Sashimi

Das Wort Sashimi taucht in der Muromachi-Zeit (1336 bis 1573) auf, als Adel und Samurai rohen Fisch in Scheiben mit Salz oder Essig aßen, bevor Sojasauce übernahm. Es bedeutet durchbohrter Körper, und niemand weiß genau, warum. Eine Theorie sagt, man steckte Schwanz oder Flosse auf die Scheiben, um zu zeigen, welcher Fisch es war, eine andere, dass kiru, schneiden, außerhalb der Samurai zu unheilvoll klang.

Quelle: Wikipedia, Sashimi

Satay Spieße

Satay begann wahrscheinlich bei Straßenhändlern auf Java, angeregt von den Kebabs indischer und arabischer Händler, die ab dem 18. Jahrhundert kamen. Das Wort stammt vermutlich vom tamilischen catai, Fleisch. Ein Foto von etwa 1870 zeigt schon einen Satayverkäufer auf Java mit seiner Tragestange, und Ende des 19. Jahrhunderts war das Gericht in Malaysia, Singapur und Thailand angekommen.

Quelle: Wikipedia, Satay

Schinken Käse Sandwich

Benannt ist es nach John Montagu, dem 4. Earl of Sandwich, im England des 18. Jahrhunderts. Laut einem französischen Reisebuch ließ er sich Fleisch und Brot an den Spieltisch bringen, um weiterspielen zu können. Historiker halten es für wahrscheinlicher, dass er es am Schreibtisch aß. Fleisch im Brot gab es schon lange vorher, der Earl lieh ihm nur den Namen.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Encyclopaedia Britannica

Schnitzel

Die Geschichte geht, Feldmarschall Radetzky habe das panierte Kalbsschnitzel um 1857 aus Mailand nach Wien gebracht. Historiker bezweifeln das: Die Österreich Werbung selbst weist darauf hin, dass das Wiener Schnitzel schon 1831 in der österreichischen Küche erwähnt wird, und ein Sprachwissenschaftler zeigte später, dass die Radetzky-Geschichte erst 1869 auftauchte. Schnitzel heißt einfach kleine Scheibe.

Quelle: Austrian National Tourist Office, Wiener Schnitzel

Schokoriegel

Die meiste Zeit seiner Geschichte war Schokolade ein Getränk. 1847 mischte die Familienfirma Fry in Bristol Kakaobutter mit gemahlenem Kakao und Zucker zu süßer Schokolade zum Essen, meist als erste Tafel Schokolade gezählt. Milchschokolade folgte fast 30 Jahre später, als Daniel Peter in der Schweiz 1876 herausfand, wie man Milch hinzufügt.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Fry and Sons

Scones

Der Scone stammt aus Schottland. Der erste schriftliche Beleg ist von 1513, als flour scones in Gavin Douglas' schottischer Übersetzung von Vergils Aeneis auftauchen. Das Wort kommt höchstwahrscheinlich vom mittelniederländischen schoonbrot, feines Brot, und die beliebte Erklärung mit dem Stone of Scone, dem Krönungsstein der schottischen Könige, ist eher eine hübsche Geschichte als Geschichte.

Quelle: Scots Language Centre, Scone

Shakshuka

Shakshuka ist ein nordafrikanisches Gericht, und der Name ist maghrebinisches Arabisch für Mischung. Mit Tomaten kann es nicht sehr alt sein, denn Tomaten kamen erst nach dem 16. Jahrhundert aus Amerika in die Region. Juden aus dem Maghreb brachten es in den 1950er Jahren nach Israel, und seit den 1990ern gehört es fest zum israelischen Frühstück.

Quelle: Wikipedia, Shakshouka

Shawarma

Schawarma stammt aus dem Osmanischen Reich, wo gewürztes Fleisch gestapelt und am drehenden Spieß gebraten wurde. Osmanische Texte nannten es çevirme kebabı, gedrehter Kebab, und aus çevirme wurde im Arabischen shawarma, während das Türkische später zu döner wechselte. Libanesische Auswanderer brachten es nach Mexiko, wo daraus in den 1930er Jahren tacos árabes und später tacos al pastor wurden.

Quelle: CNN via CP24, How roasted meats went spinning all the way around the world

Skyr

Skyr wird in Island offenbar gemacht, seit die Nordmänner die Insel im 9. Jahrhundert besiedelten, und damals kannte man ein Milchprodukt dieses Namens in allen nordischen Ländern. Nur Island hat die Tradition bewahrt. Der Skyr der Siedler war vermutlich saurer und dünner als die dicken Becher von heute, die sich vor allem durch die Fabrikproduktion im letzten Jahrhundert verändert haben.

Quelle: Matís, Iceland's food and biotech research institute, on traditional skyr

Smoothie

Gemixte Fruchtgetränke kamen zuerst in Reformhäusern an der US-Westküste auf, nachdem es den elektrischen Mixer gab. In den 1960er Jahren begann Steve Kuhnau, Obst, Saft und Proteinpulver als milchfreie Alternative zu mixen, und 1973 eröffneten er und Cindy Kuhnau Smoothie King in Kenner, Louisiana. Das Wort Smoothie stand Mitte der 1980er Jahre in Rezepten und Markennamen.

Quelle: Wikipedia, Smoothie King

Smørrebrød

Der Name heißt einfach Butter und Brot. Es begann vermutlich als Mittagessen auf dem Hof, die Reste vom Vorabend auf einer Scheibe Roggenbrot. Kopenhagen machte es fein, und in den 1930er Jahren wurde das Restaurant Oskar Davidsen weit über Dänemark hinaus berühmt für die längste Smørrebrødkarte der Welt: 1,4 Meter lang, mit rund 170 Sorten, darunter der Mitternachtssnack des Tierarztes.

Quelle: Den Store Danske (lex.dk), Oskar Davidsen

Snickers

Snickers kam 1930 von Frank Mars auf den Markt, die ersten Riegel wurden in Chicago hergestellt und für fünf Cent verkauft. Der Legende nach ist er nach einem Lieblingspferd der Familie Mars von ihrer Milky Way Farm benannt, und selbst die Marke schreibt vorsichtig angeblich dazu. Er wurde zu einem der meistverkauften Schokoriegel der Welt.

Quelle: SNICKERS, Facts About SNICKERS (Mars)

Sonnenblumenkerne

Die Sonnenblume ist eine der wenigen Nutzpflanzen aus Nordamerika, wo indigene Völker wilde Pflanzen zu hohen Stauden mit einem einzigen großen Kopf voller essbarer Kerne züchteten. Richtig groß wurde sie in Russland: Die orthodoxe Kirche verbot in der Fastenzeit Butter und Schmalz, Sonnenblumenöl stand aber nicht auf der Liste. Sowjetische Züchter steigerten später den Ölgehalt der Kerne um fast die Hälfte.

Quelle: NPR, The Salt: How The Russians Saved America's Sunflower

Soto Ayam

Soto stammt aus Java, und Historiker glauben, dass chinesische Köche es mitgeprägt haben. Der französische Historiker Denys Lombard führte es auf caudo zurück, eine Kuttelsuppe aus Hokkien, die ab dem 17. Jahrhundert bei chinesischen Siedlern in Semarang beliebt war, und der Name soto könnte von diesem Wort kommen. Die Kurkuma deutet auf indischen Einfluss, und soto ayam ist einfach die Version mit Huhn.

Quelle: The Jakarta Post, Soto reflects RI's rich culinary culture (2017)

Spaghetti Bolognese

Fleischragù für Pasta stammt aus der Gegend um Bologna. Eines der ältesten Rezepte schrieb Ende des 18. Jahrhunderts in Imola Alberto Alvisi, Koch eines Kardinals, der später Papst Pius VII. wurde, und Pellegrino Artusi druckte 1891 ein Ragù nach Bologneser Art. In Bologna isst man es zu Tagliatelle, Spaghetti Bolognese entstanden im Ausland bei italienischen Auswanderern.

Quelle: Wikipedia, Bolognese sauce

Spaghetti Carbonara

Carbonara ist jünger, als die meisten denken. Der Name taucht erst 1950 gedruckt auf, als die italienische Zeitung La Stampa sie als römisches Gericht beschrieb, nach dem amerikanische Offiziere nach der Befreiung Roms 1944 suchten. Eine beliebte Theorie führt sie auf Armeerationen mit Speck und Eipulver zurück, doch wer sie zuerst kochte, lässt sich nicht beweisen.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: HistoryNet, How WWII helped produce the savory bacon pasta known as carbonara

Spareribs

Langsam gegarte Rippchen gehören zum Barbecue, und dieses Wort stammt aus der Karibik. Die Taíno garten Fleisch auf einem Holzgestell aus vier Pfosten mit quer gebundenen Stöcken, und die Spanier machten aus ihrem Wort barabicu barbacoa. Der Entdecker Gonzalo Fernández de Oviedo brachte es 1526 erstmals zu Papier, und von dort fand es seinen Weg ins Englische.

Quelle: KQED, The Caribbean origins of barbecue

Spiegelei

Das Spiegelei beginnt beim Huhn, das wahrscheinlich vor etwa 3500 Jahren in Südostasien domestiziert wurde. Die ältesten Knochen, die sicher von Haushühnern stammen, kommen aus Ban Non Wat in Thailand und sind etwa 1650 bis 1250 v. Chr. alt. Forschende vermuten, dass Reis- und Hirsefelder wilde Bankivahühner zu den Menschen lockten und Hühner zuerst besondere Vögel waren, bevor sie Alltagsessen wurden.

Quelle: PNAS, The biocultural origins and dispersal of domestic chickens (2022)

Spinat

Spinat kommt aus Persien, dem heutigen Iran, wo er isfanakh hieß, und daher stammt auch unser Wort. Im 7. Jahrhundert erreichte er China, etwa 400 Jahre später brachten ihn die Mauren nach Spanien. Der Überlieferung nach liebte Katharina von Medici ihn so sehr, dass Gerichte mit Spinat bis heute Florentiner Art heißen, nach ihrer Heimatstadt.

Quelle: National Geographic, Spinach: a vegetable in need of some love

Sportgetränk

Das moderne Sportgetränk begann 1965 an der University of Florida, weil die Footballspieler der Gators in der Hitze reihenweise schlappmachten. Nierenarzt Robert Cade und seine Kollegen mischten Wasser, Zucker und Salze, um zu ersetzen, was die Spieler ausschwitzten, und nannten es nach dem Team Gatorade. Am 2. Oktober 1965 kam es erstmals in einem Spiel gegen LSU zum Einsatz, und Florida gewann.

Quelle: HISTORY, Gatorade is tested by University of Florida football team (This Day in History, October 2, 1965)

Steak

Ein dickes Stück Fleisch über dem Feuer zu braten ist so alt wie das Kochen, einen Erfinder gibt es also nicht. Spannend ist das Wort: Englisch steke taucht Mitte des 15. Jahrhunderts auf, wohl vom altnordischen steik, Braten, verwandt mit steikja, am Spieß braten. Ein Steak war also zuerst Fleisch am Spieß, und das Wort kam sehr wahrscheinlich über Skandinavien ins Englische.

Quelle: Online Etymology Dictionary, steak

Stroopwafel

Die Stroopwafel stammt aus Gouda, wo Bäcker sie um 1800 aus Krümelresten und Sirup backten und an der Hintertür billig als Armenkeks verkauften. Oft wird der Goudaer Bäcker Gerard Kamphuisen um 1810 als Erfinder genannt, beweisen lässt sich das nicht. Bis 1870 wurde sie nur in Gouda gebacken, wo es einmal rund 100 Sirupwaffelbäcker gab.

Quelle: Kenniscentrum Immaterieel Erfgoed Nederland, Baking syrup waffles

Studentenfutter

Nüsse und Rosinen als Wandersnack gibt es mindestens seit den 1910er Jahren, als der amerikanische Naturbursche Horace Kephart in seinem Campingratgeber schrieb, je eine Handvoll geschälter Nüsse und Rosinen mit einer Tafel süßer Schokolade trage einen Mann weit auf dem Pfad. Der englische Spitzname gorp soll für good old raisins and peanuts stehen, doch diese Erklärung wurde womöglich erst später erfunden.

Quelle: Wikipedia, Trail mix (quoting Horace Kephart, Camping and Woodcraft)

Sushi

Sushi war zuerst eine Methode, Fisch haltbar zu machen, kein Gericht. Fisch, der mit Salz und Reis zum Fermentieren eingelegt wurde, Narezushi genannt, stammt aus den Flusslandschaften Südostasiens und kam mit dem Reisanbau nach Japan. In der Edo-Zeit nahmen Köche Essig, statt monatelang zu warten, und um 1824 soll Hanaya Yohei in Edo, dem heutigen Tokio, Nigiri als schnelles Straßenessen erfunden haben.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Wikipedia, History of sushi

Süßkartoffel

Die Süßkartoffel wurde im tropischen Mittel- oder Südamerika domestiziert und dort schon vor mindestens 5.000 Jahren angebaut. Spanische Seeleute brachten sie nach Europa, wo sie als erste Pflanze potato hieß, nach dem karibischen Wort batata. Erstaunlich: Sie wuchs schon Jahrhunderte vor den Europäern auf Pazifikinseln, und das polynesische kumara klingt fast wie der Name auf Quechua, ein Hinweis auf frühen Kontakt mit Südamerika.

Quelle: Wikipedia, Sweet potato (history and Polynesian contact, with cited studies)

Tacos

Maistortillas sind in Mexiko Jahrtausende alt, das Wort Taco aber ist recht jung. Der Historiker Jeffrey Pilcher glaubt, es stammt aus den Silberminen des 18. Jahrhunderts, wo ein Taco eine Sprengladung aus in Papier gewickeltem Schießpulver war, die man in den Fels schob. Die ersten schriftlichen Belege tauchen erst Ende des 19. Jahrhunderts auf, und eine der frühesten Sorten hieß tacos de minero, Bergmannstacos.

Quelle: Smithsonian Magazine, Where did the taco come from

Tee

Der Überlieferung nach trinkt man in China schon seit etwa 2700 v. Chr. Tee, belegen lässt sich das aber nicht. Der erste veröffentlichte Bericht über Anbau, Verarbeitung und Zubereitung stammt aus der Zeit um 350 n. Chr. Niederländische Händler brachten Tee 1610 nach Europa, 1669 kam er auf den englischen Markt, und 1836 begannen die Briten mit dem Anbau in Indien.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Encyclopaedia Britannica

Tempeh

Tempeh stammt aus Java und ist eines der wenigen traditionellen Sojaprodukte, die nicht in China oder Japan entstanden sind. Die älteste Erwähnung steht im Serat Centhini, einem javanischen Werk, das Anfang des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde, aber im frühen 17. Jahrhundert spielt, Tempeh könnte also mindestens so alt sein. Das Wort tempe selbst stammt offenbar aus Zentraljava.

Quelle: William Shurtleff and Akiko Aoyagi, History of Tempeh (Soyinfo Center)

Tequila

Tequila ist nach dem Städtchen Tequila in Jalisco, Mexiko, benannt, wo blaue Agave wächst. Die Menschen dort vergoren Agave schon lange vor der Ankunft der Spanier, und das Brennen zu Schnaps begann nach der Eroberung im 16. Jahrhundert. 1795 gab der spanische König Karl IV. José María Guadalupe Cuervo die erste Lizenz zum Brennen aus Agave, und sein Familienunternehmen gibt es bis heute.

Quelle: Difford's Guide, La Rojeña Distillery history

Teriyaki Hähnchen

Teriyaki ist eine japanische Grillmethode aus der Edo-Zeit (1603 bis 1868), als Sojasauce überall zu haben war und mit süßem Mirin zu einer Glasur verrührt wurde. Der Name sagt, was passiert: teri heißt Glanz, yaki heißt grillen. Anfangs wurde vor allem Fisch so zubereitet. Japanische Arbeiter auf Hawaii machten eine süßere Version mit Hähnchen daraus, und die lernte der Rest der Welt kennen.

Quelle: HistoryLink.org, A Taste of History: Teriyaki in Seattle

Thunfisch

Thunfisch wird seit Jahrtausenden gefangen, die Dose aber ist recht neu. 1893 eröffnete Albert Halfhill auf Terminal Island in San Pedro die erste Sardinenkonservenfabrik Südkaliforniens, und 1903 begann er, auch Thunfisch einzudosen. Er wurde als günstigere Alternative zu Hähnchen verkauft, und San Pedro wuchs zu einem der großen Fischereihäfen der USA.

Quelle: The Log, Southern California Fish Co.: San Pedro's First Cannery

Tiramisu

Tiramisu ist jünger, als die meisten denken. Die bekannteste Geschichte besagt, dass Alba Di Pillo und Konditor Roberto Linguanotto es an Heiligabend 1969 im Restaurant Le Beccherie in Treviso erfanden und es 1972 auf die Karte kam. Friaul Julisch Venetien erhebt eigene, frühere Ansprüche, und der Streit geht weiter. Der Name heißt auf Italienisch zieh mich hoch.

Die ganze Geschichte lesen · Quelle: Wikipedia, Tiramisu

Toast

Brot über dem Feuer zu rösten ist ungefähr so alt wie altbackenes Brot, und das englische Wort toast kommt vom lateinischen tostus, geröstet oder gedörrt. Der Toaster, der die Scheiben auswirft, ist viel jünger: Charles Strite ärgerte sich im Ersten Weltkrieg über verbrannten Toast in einer Fabrikkantine in Minnesota und ließ seinen automatischen Toaster 1921 patentieren.

Quelle: MNopedia, Minnesota Historical Society, Toastmaster bread toaster

Tofu

Tofu stammt aus China und geht vermutlich auf die Han-Dynastie zurück, zwischen 206 vor und 220 nach Christus. Der Legende nach ließ Prinz Liu An von Huainan, an dessen Hof viele Alchemisten arbeiteten, als Erster Sojamilch zu Tofu gerinnen. Historiker bezweifeln das, und die älteste eindeutige schriftliche Erwähnung ist Jahrhunderte jünger, wer ihn zuerst machte, weiß also niemand genau.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Tofu

Tom Yum

Tom Yum stammt aus den Flussdörfern Zentralthailands, wo es reichlich Süßwassergarnelen gab, die man mit Zitronengras, Limettenblättern und Galgant kochte. Der Name verbindet tom, kochen, mit yum, einem scharfen, säuerlichen Thai-Salat. Die Suppe ist sicher älter als ihre ersten Aufzeichnungen, doch schriftliche Versionen finden sich erst in Büchern von 1898 und 1908, unter König Rama V.

Quelle: Thailand Foundation, Tom Yum Kung: The Symbol of Thai Culinary Spirit

Tomate

Die Wildtomate stammt aus den Anden, vor allem aus Peru und Ecuador, domestiziert wurde sie aber in Mexiko, und ihr Name kommt vom aztekischen tomatl. Spanische Entdecker brachten sie Anfang des 16. Jahrhunderts nach Europa. Italiener nannten sie pomodoro, goldener Apfel, vielleicht weil die ersten gelb waren, während viele Nordeuropäer ihr lange misstrauten, weil sie zu den Nachtschattengewächsen gehört.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, tomato

Tomatensuppe

Die berühmte Dosenversion beginnt bei Campbell's in Camden, New Jersey, das 1895 eine fertige Beefsteak Tomato Suppe verkaufte. 1897 fand der 24 Jahre alte Chemiker John T. Dorrance heraus, wie man das Wasser entzieht, sodass Suppe in eine kleine, billigere Dose passte. Das rot-weiße Etikett kam 1898, nachdem ein Manager die neuen Footballtrikots von Cornell bewundert hatte, und Andy Warhol malte die Dosen 1962.

Quelle: The Campbell's Company, Campbell history

Tonic Water

Tonic Water begann als Medizin. Britische Offiziere in Indien nahmen im 19. Jahrhundert Chinin aus der Rinde des südamerikanischen Chinarindenbaums gegen Malaria und mischten das bittere Zeug mit Sodawasser, Zucker, Limette und oft Gin. Schweppes brachte 1870 in London das Indian Tonic Water heraus. Heutiges Tonic enthält viel zu wenig Chinin, um irgendwen zu schützen.

Quelle: Saveur, Healing Waters

Tortilla de patatas

Kartoffeln kamen im 16. Jahrhundert aus Amerika nach Spanien, doch die älteste bekannte schriftliche Erwähnung der Kartoffeltortilla stammt von 1817 aus Navarra. Sie steht in einem anonymen Schreiben an die Cortes von Navarra über arme Bauern, das schildert, wie aus ein paar Eiern und Kartoffeln zwei oder drei Tortillas für eine Familie wurden. Geschichten von einem General als Erfinder sind Legenden.

Quelle: Noticias de Navarra, Una tortilla dorada con receta navarra

Twix

Twix wurde 1967 erstmals in der Mars-Fabrik im englischen Slough hergestellt und kam erst 1979 in die USA. In großen Teilen Kontinentaleuropas hieß er Raider, bis er 1991 überall zu Twix wurde. Der Name wird meist als Mischung aus twin und sticks erklärt, nach den zwei Riegeln in jeder Packung.

Quelle: Wikipedia, Twix

Tzatziki

Tzatziki geht auf das türkische Cacık zurück, einen Joghurtdip mit Gurke und Knoblauch, den es im ganzen alten Osmanischen Reich gab. Gedruckt erscheint Cacık zum ersten Mal 1844, im ersten osmanischen Kochbuch, schlicht als Joghurt mit Gurke und Knoblauch beschrieben. Ein älterer Verwandter, Joghurtsalate namens Jajaq, steht schon in einem Kochbuch aus Bagdad aus dem 10. Jahrhundert.

Quelle: Wikipedia, Tzatziki

Waffel

Waffeln entstanden aus dünnen Oblaten, die zwischen zwei heißen Metallplatten gebacken wurden, eine Methode, die bis ins antike Griechenland zurückreicht. Im mittelalterlichen Europa waren die Eisen oft mit Kreuzen und Bibelszenen verziert, und Bauern wie Könige aßen sie. Um das 15. Jahrhundert stiegen niederländische Bäcker auf rechteckige Platten um, und das englische Wort waffle kommt vom niederländischen wafel.

Quelle: Smithsonian Magazine, These Beautiful Medieval Wafer Presses Are Where Waffles Come From

Walnüsse

Der Walnussbaum stammt aus dem Iran und den Gebieten ringsum, deshalb heißt er auch Persische Walnuss. Dort wird er seit Jahrtausenden angebaut, und Griechen und Römer brachten ihn in den ganzen Mittelmeerraum. Der lateinische Name Juglans regia heißt königliche Nuss des Jupiter.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, English walnut

Wassermelone

Die Wassermelone stammt aus Nordostafrika. Eine Studie von 2021 zeigte, dass ihr nächster wilder Verwandter die Kordofan-Melone aus dem Sudan ist, mit hellem, nicht bitterem Fruchtfleisch, das man roh essen kann. Das passt zu einem 4.300 Jahre alten ägyptischen Grabbild in Sakkara mit einer großen, grün gestreiften Melone neben anderen süßen Früchten. Rund 150 Jahre lang hielt man fälschlich Südafrika für ihre Heimat.

Quelle: Smithsonian Magazine, Researchers uncover watermelon's origins

Whisky

Der älteste schriftliche Beleg für Whiskybrennen in Schottland stammt von 1494: Die Exchequer Rolls verzeichnen acht Bolls Malz für Bruder John Cor, um aqua vitae zu machen, lateinisch für Lebenswasser. Auf Gälisch heißt das uisge beatha, daraus wurde das Wort Whisky. Ob Mönche das Brennen mitbrachten oder Bauern in den Highlands es selbst entdeckten, weiß niemand genau.

Quelle: The Scotch Whisky Experience, History of Whisky

Whopper

Burger-King-Mitgründer James McLamore erfand den Whopper 1957 in Miami, er kostete 37 Cent. Auf die Idee kam er, als er sah, wie gut ein Konkurrent in Gainesville, Florida, mit einem größeren Burger lief. Den Namen wählte er, weil er nach etwas Großem klang.

Quelle: Wikipedia, James McLamore

Wienerbrød

1850 streikten in Dänemark die Bäckergesellen, und die Meister holten Bäcker aus dem Ausland, darunter mehrere Österreicher. Sie brachten die Wiener Art mit, Butter in dünnen Schichten in den Teig einzuschlagen. Die Dänen behielten sie, nahmen mehr Ei und Fett und nannten das Ergebnis wienerbrød, Wiener Brot. Dänische Einwanderer brachten es um 1915 in die USA, deshalb heißt es dort Danish.

Quelle: Wikipedia, Danish pastry

Wodka

Russland und Polen beanspruchen beide den Wodka, und wer ihn zuerst gebrannt hat, weiß niemand sicher. Laut Britannica gab es im 14. Jahrhundert in Russland bereits einen Branntwein namens Wodka, manche Historiker halten ihn für noch älter. Der Name ist eine Verkleinerung von voda, dem russischen Wort für Wasser, bedeutet also Wässerchen. Weit verbreitet wurde er in den USA und Westeuropa erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Vodka

Wrap

Die Tortilla ist viel älter als der Wrap. In Mesoamerika backte man schon seit Jahrtausenden Fladen aus Mais, auf Nahuatl, der Sprache der Azteken, tlaxcalli genannt. Die Spanier kamen im 16. Jahrhundert, nannten sie tortilla, kleiner Kuchen, und brachten Weizen mit. Tortillas aus Weizenmehl, wie man sie für Wraps nimmt, kamen viel später und setzten sich vor allem in Nordmexiko und den USA durch.

Quelle: EBSCO Research Starters, Tortilla

Zapiekanka

Die Zapiekanka entstand im kommunistischen Polen der 1970er. Die Regierung von Edward Gierek erlaubte kleine private Imbissbuden, und Polen backte inzwischen Baguette nach französischer Art, mit einer Lizenz, die er gekauft hatte. Ein halbes Baguette mit Pilzen und Käse war billig, schnell und machte satt in mageren Jahren, und die Buden verkauften es überall. Der Name heißt einfach etwas Überbackenes.

Quelle: Wikipedia, Zapiekanka

Zartbitterschokolade

Zartbitterschokolade geht auf den Kakao selbst zurück, und der ist älter, als man dachte. Rückstände auf Keramik zeigen, dass die Mayo Chinchipe im Amazonasgebiet Ecuadors schon vor etwa 5.300 Jahren Kakao nutzten, nachgewiesen über Stärkekörner, Theobromin und alte DNA. Die Olmeken und Maya in Mexiko und Mittelamerika, lange als die Ersten angesehen, begannen erst rund 1.500 Jahre später mit ihren berühmten Kakaogetränken.

Quelle: Science News, Ancient South Americans first domesticated chocolate

Zimtschnecke

Schweden beansprucht die Zimtschnecke für sich. Die kanelbulle wurde dort in den 1920er Jahren beliebt, nach dem Ersten Weltkrieg, als Butter, Zucker und Gewürze wieder bezahlbar waren. In Schweden kommt Kardamom in den Teig und Hagelzucker obendrauf statt Zuckerguss. Seit 1999 gibt es sogar einen Zimtschneckentag am 4. Oktober, ausgedacht vom schwedischen Heimbackrat zu seinem 40. Geburtstag.

Quelle: The Local Sweden, Swedish Cinnamon Bun Day: What's it all about?

Zucchini

Kürbisse stammen aus Amerika und kamen schon Anfang des 16. Jahrhunderts nach Europa, die Zucchini selbst aber ist italienisch. Bauern rund um Mailand züchteten Mitte des 19. Jahrhunderts die lange, dunkelgrüne Form, und zucchini heißt auf Italienisch kleine Kürbisse, von zucca. Das französische Wort courgette entstand erst im 20. Jahrhundert aus courge, Kürbis.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, zucchini

Zucker

Zuckerrohr wurde zuerst in Ostindien angebaut, wahrscheinlich auf Neuguinea, und verbreitete sich über Asien bis nach Indien. Das Wort Zucker wanderte vom Sanskrit sharkara, das zuerst Grieß oder Kies bedeutete, über das persische shakar und das arabische sukkar in die europäischen Sprachen. Zucker aus Rüben kam viel später, in Europa während der Napoleonischen Kriege, als Frankreich eine eigene Quelle wollte.

Quelle: Encyclopaedia Britannica, Sugar

Zwiebelringe

Das älteste bekannte Rezept stammt vom englischen Koch John Mollard, der 1802 Zwiebelscheiben beschrieb, die in einen Teig mit Parmesan getaucht und frittiert werden. Die Drive-in-Kette Pig Stand aus Dallas, eröffnet 1921, behauptete später, Zwiebelringe erfunden zu haben, entwickelte aber höchstwahrscheinlich nur ihre eigene Version, über ein Jahrhundert nach Mollard.

Quelle: Wikipedia, Onion ring

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