Was isst man in Brasilien?
Das Mittagessen ist in Brasilien die Hauptmahlzeit, meist Reis mit Bohnen, Fleisch und Salat. Das Frühstück ist leicht und das Abendessen meist kleiner als mittags.



Typische Gerichte und ihre Kalorien
Frühstück
Café da manhã ist leicht: ein Cafezinho oder Milchkaffee, Brot mit Butter, Käse oder Schinken und Obst wie Papaya oder Banane. Dazu gibt es oft Pão de queijo, kleine Käsebrötchen aus Maniokstärke aus Minas Gerais, etwa 330 kcal für fünf Stück.
Mittagessen
Almoço ab etwa 12:00 ist die Hauptmahlzeit. Die Basis ist Arroz e feijão, Reis mit Bohnen, dazu Fleisch, Salat und Farofa, geröstetes Maniokmehl. Viele Berufstätige essen einen Prato feito, einen festen Teller, oder gehen in ein Restaurante por quilo, ein Buffet, bei dem man nach Gewicht des Tellers zahlt.
Abendessen
Jantar gibt es meist ab 19:00 oder 20:00, kleiner als mittags: Reis und Bohnen vom Mittag, eine Suppe, ein Sandwich oder Brot mit Kaffee. Am Wochenende trifft sich die Familie zum Churrasco, gegrilltem Fleisch, und Picanha, der Tafelspitz mit Fettdeckel, ist das liebste Stück.
Vorspeisen
Mahlzeiten und Feiern beginnen oft mit Salgadinhos, kleinen herzhaften Happen wie Coxinha, frittiertem Teig in Tropfenform mit gezupftem Hähnchen. Im Boteco kommen Pastel, frittierter Maniok und Käsebrötchen zum ersten Bier. In der Churrascaria kommt das Salatbuffet vor dem Fleisch.
Desserts
Brigadeiro, eine Kugel aus Kondensmilch, Kakao und Butter in Schokostreuseln, gehört zu jedem Kindergeburtstag, etwa 85 kcal pro Stück. Pudim, ein Flan aus Kondensmilch, und Quindim, eine gelbe Süßigkeit aus Kokos und Eigelb, sind ebenfalls Klassiker. Eine Açaí Bowl mit Banane und Granola hat etwa 450 kcal.
Getränke
Cafezinho, ein kleiner starker süßer Kaffee, wird den ganzen Tag und jedem Gast angeboten. Guaraná ist die Nationallimonade. Bier wird eiskalt serviert, und eine Caipirinha besteht aus Cachaça, Limette, Zucker und Eis, etwa 230 kcal pro Glas. Am Strand trinkt man Kokoswasser direkt aus der Nuss.
Streetfood
Pastel, eine dünne frittierte Teigtasche mit Käse oder Fleisch, isst man auf dem Markt mit einem Glas Zuckerrohrsaft. Coxinha und Pão de queijo gibt es in jeder Bäckerei und Snackbar. In Bahia verkaufen Frauen in weißen Kleidern Acarajé, Bohnenküchlein in Palmöl frittiert und mit Garnelen gefüllt.
Dort normal, anderswo seltsam
Avocado ist etwas Süßes: Sie wird mit Milch und Zucker zu einer Vitamina gemixt oder mit Zucker und Limette gelöffelt. In Pará isst man Açaí ungesüßt mit gebratenem Fisch und Maniokmehl zum Mittagessen. Und Feijoada hat eigene Tage, meist Mittwoch und Samstag.